{"id":1465,"date":"2015-12-25T14:39:33","date_gmt":"2015-12-25T12:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=1465"},"modified":"2025-12-23T12:49:25","modified_gmt":"2025-12-23T10:49:25","slug":"weitere-mitglieder","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=1465","title":{"rendered":"weitere Mitglieder"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Broody<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"50%\">\n<ul>\n\u2192 <a href=\"#BARUCH\"><strong>Heinz Baruch<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#COLANI\"><strong>Max Colani<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#FISCHER\"><strong>Rudolph Fischer-Maretzky<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#JARETZKI\"><strong>Hellmut Jaretzki<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#JOSEPH\"><strong>Walter Joseph<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#KALIGER\"><strong>Louis Kaliger<\/strong><\/a><\/ul>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<ul>\n\u2192 <a href=\"#NUSSBAUM\"><strong>Walter Nussbaum<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#STEINER\"><strong>Theodor Steiner<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#STEINEW\"><strong>Willi Steiner<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#STRASSER\"><strong>Paul Strasser<\/strong><\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"#WALTER\"><strong>Fried Walter<\/strong><\/a><\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"BARUCH\"><\/a>Heinrich <span style=\"text-decoration: underline;\">Heinz<\/span> BARUCH<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 09.09.1899 in Berlin<br \/>\n\u2020 ??.08.1975 in Moroni (Komoren)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nHeinz Baruch (K\u00fcnstlername: Heinz Barger, sp\u00e4ter Henry Barger), war der Sohn des j\u00fcdischen Kaufmanns Oskar Baruch und seiner Frau Helene, geborene Loewy. Er war der erste \u201eManager\u201c der Comedian Harmonists. Ab Juni 1929 wurde er als Impresario erm\u00e4chtigt, im Namen der Gruppe vorbehaltlich deren Zustimmung gegen Provision Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen. Baruch stammte aus der Werbe-Branche und wohnte zu dieser Zeit in der Schillstra\u00dfe 19 in Berlin-Tiergarten. Die Zusammenarbeit der Comedian Harmonists mit Mischa Spoliansky und ihre Mitwirkung in der Revue \u201eZwei Krawatten\u201c am Berliner Theater geht auf die Vermittlung Baruchs zur\u00fcck. Dieser hatte im Juli 1929 Spoliansky und den Theaterdirektor Klein in eine Vorstellung der Comedian Harmonists im Kabarett \u201eDer blaue Vogel\u201c mitgenommen, woraufhin Klein die Gruppe umgehend ab August f\u00fcr seine B\u00fchne engagierte. Letztlich war die Gruppe aber offensichtlich mit der Leistung Baruchs unzufrieden und trennte sich von ihm bereits im September 1929. Neuer Impresario wurde ab Dezember 1929 Hellmut Jaretzki. Dennoch blieb die Gruppe um Harry Frommermann ihrem ehemaligen Manager verbunden, wie K\u00fcnstlerpostkarten der Comedian Harmonists und der Comedy Harmonists im Nachlass von Heinz Baruch belegen.<br \/>\nUnmittelbar nachdem er die Comedian Harmonists verlassen hatte, wurde Heinz Baruch Manager der Weintraubs Syncopators. Die erste von ihm organisierte Deutschland-Tournee des Orchesters wurde ein Riesenerfolg. Ab 1933 wurde die \u00fcberwiegend aus j\u00fcdischen Musikern bestehende Band mit Auftrittsverboten belegt. Fortan trat die Gruppe nur noch im Ausland auf, so in D\u00e4nemark, den Niederlanden, \u00d6sterreich, der Schweiz und Italien. Baruch, der sich jetzt nur noch Barger nannte, reiste der Gruppe voraus, f\u00fchrte vor Ort Verhandlungen mit den Konzertagenturen und lebte von seinem Erfolgshonorar. Ab 1935 absolvierte die Band eine anderthalbj\u00e4hrige Tournee durch Russland. In einem Radio-Interview aus dem Jahr 1962 berichtete Barger, dass er im Jahr 1936 bei der staatlichen russischen Musikagentur \u201eGOMEZ\u201c die Russland-Tournee der Comedy Harmonists vermittelt habe. Ende 1936 gingen die Weintraubs Syncopators nach Japan, wo sie neben B\u00fchnenauftritten auch Schallplattenaufnahmen machten. Von hier aus reiste Barger im Februar 1938 ins Exil in die USA und lebte in Chicago, sp\u00e4ter in New York unter dem Namen Henry Barger. \u00dcber seine Frau Doris ist nichts bekannt. Seine Schwester Auguste Lilly Marga Baruch war eine bekannte K\u00fcnstlerfotografin und betrieb in Berlin ein eigenes Atelier, bevor sie 1935 nach Z\u00fcrich emigrierte, wo sie 1966 verstarb.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"COLANI\"><\/a>Victor <span style=\"text-decoration: underline;\">Max<\/span> COLANI<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 30.10.1895 Zittau<br \/>\n\u2020 25.11.1957 Den Haag (NL)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEin Max Colani wirkte in der Gr\u00fcndungsphase der Comedian Harmonists Anfang 1928 f\u00fcr kurze Zeit mit. Die Identit\u00e4t dieses S\u00e4ngers mit dem Schauspieler Victor Max Colani, der bereits seit 1909 in \u00fcber 40 Stummfilmen mitwirkte und daneben als Operettenschauspieler t\u00e4tig war, unter anderem am Gro\u00dfen Schauspielhaus in Berlin, ist nicht restlos gekl\u00e4rt. Dieser lebte bis 1930 in Berlin-Sch\u00f6neberg, Gustav-M\u00fcller-Stra\u00dfe 19, danach bis 1933 in der Pariser Stra\u00dfe 12. Victor Max Colani emigrierte 1933 nach Holland, wo er 1943 mit einem Auftrittsverbot belegt wurde. Nach Kriegsende blieb er in den Niederlanden, wo er wohl weiter als S\u00e4nger, Schauspieler und Regisseur t\u00e4tig war.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"FISCHER\"><\/a>Rudolph FISCHER-MARETZKY<\/p>\n<\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\">(eigtl. Rudolf Fischer)<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 26.12.1898 in Berlin<br \/>\n\u2020 1.1.1966 in Berlin<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nRudolf Fischer war das Kind j\u00fcdischer Eltern und wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1898 in seinem Elternhaus in Berlin, Neue K\u00f6nigstra\u00dfe 14\/15, geboren. Sein Vater war der aus Ostpreu\u00dfen stammende Geheime Sanit\u00e4tsrat Dr. Eugen Fischer, geboren am 16. Mai 1863 in Johannisburg\/Ostpreu\u00dfen, praktischer Arzt und Leiter des gr\u00f6\u00dften Berliner Obdachlosenasyls &#8222;Die Palme&#8220; in der Fr\u00f6belstra\u00dfe. Nachdem ihm bereits im Februar 1934 die kassen\u00e4rztliche Zulassung entzogen worden war, starb er am 3. November 1938 in Berlin. Fischers Mutter, Gertrud Anna Fischer-Maretzky, geboren am 4. M\u00e4rz 1873 in Berlin, war Altistin und seit 1912 Kammers\u00e4ngerin am herzoglichen Hof Sachsen-Meiningen. Sie starb am 11. Januar 1929 in Berlin.<br \/>\nSchon mit sechs Jahren erhielt Rudolf Fischer Klavierunterricht am Privatkonservatorium von Franz von Hennig in Berlin-Mitte. In seiner Kindheit erlebte er die Freundschaft seiner Eltern zu dem Komponisten und Konzertpianisten Max Reger, dessen bekannteste Interpretin seine Mutter wurde. Fischer besuchte das Gymnasium Zum Grauen Kloster in Berlin-Mitte, ebenso wie der sp\u00e4tere Pianist der Comedy Harmonists, Ernst Engel. Danach leistete er Milit\u00e4rdienst und wurde im 1. Weltkrieg an der Westfront eingesetzt. Von 1919 bis 1921 nahm Rudolf Fischer privaten Gesangsunterricht bei Professor Ludwig Mantler, Klavierstunden bei Bronislaw Ritter von Pozniak, studierte Kompositionslehre und Dirigieren bei Professor Eduard Behm und besuchte Vorlesungen zur Musik\u00e4sthetik an der Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t und zur Musikgeschichte an der Hochschule f\u00fcr Musik in Berlin. Eine geplante Gesangskarriere musste er aber wegen Stimmbandproblemen aufgeben. Nebenbei begleitete er seine Mutter bei Proben und Liederabenden am Klavier.<br \/>\n1922\/23 absolvierte Rudolf Fischer eine kaufm\u00e4nnische Ausbildung bei der Firma Hermann Leiser Nachf. in Berlin, danach war er f\u00fcr mehrere Jahre Leiter einer Schuhhandelsgesellschaft in Danzig. Ab dem 15. Mai 1929 wurde er Leiter des Aufnahmestudios und ab August desselben Jahres Leiter der K\u00fcnstler- und Aufnahmeabteilung der Electrola GmbH in Nowawes bei Potsdam (heute Potsdam-Babelsberg). Zust\u00e4ndig f\u00fcr das gesamte deutsche Aufnahmeprogramm organisierte er u. a. Titelauswahl und Plattenaufnahmen der Comedian Harmonists. Im Schriftverkehr nannte er sich Rudolph Fischer-Maretzki, wobei er den M\u00e4dchennamen seiner Mutter (eigentl. Maretzky) benutzte. Er wohnte zu dieser Zeit in Berlin-Wilmersdorf, Helmstedter Stra\u00dfe 19. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde Fischer Ende Juni 1933 wegen seiner j\u00fcdischen Abstammung entlassen. Unmittelbar danach \u00fcbernahm er als Sekret\u00e4r die gesch\u00e4ftliche Korrespondenz der Comedian Harmonists, insbesondere w\u00e4hrend deren wochenlanger Abwesenheit f\u00fcr Konzerttourneen, ab Fr\u00fchjahr 1934 ausschlie\u00dflich im Ausland. Zeitgleich war er auch Manager des Baritons Willi Domgraf-Fassbaender, des Tenors Charles Kullmann und des Dirigenten Oreste Picardi. Fischer wohnte inzwischen in der Laubenheimer Str. 3 in Berlin-Wilmersdorf. Im Auftrag der Gruppe f\u00fchrte er die Auseinandersetzungen im Berufungsverfahren mit der Reichsmusikkammer um die Aufnahme der Mitglieder der Comedian Harmonists und schrieb an deren Vizepr\u00e4sidenten Wilhelm Furtw\u00e4ngler und Richard Strauss. Zudem vermittelte er seinen \u00e4lteren Bruder, Rechtsanwalt Dr. Hanns Fischer, zur Vertretung in Rechtsstreitigkeiten an Mitglieder der Comedian Harmonists.<br \/>\nNach dem unausweichlichen Auseinanderbrechen der Gruppe gingen Rudolf Fischer und seine Frau Lilly, die er im Juli 1933 geheiratet hatte, im M\u00e4rz 1935 gemeinsam mit Harry Frommermann, Roman Cycowski, Erich Collin und deren Ehefrauen nach Wien. Familie Fischer wohnte in der Julienstra\u00dfe 35 im 18. Wiener Bezirk, unweit von den Familien Collin und Frommermann. Rudolf Fischer machte sich um den Aufbau der Exilgruppe verdient, unter anderem schmuggelte er bei der Flucht nach \u00d6sterreich einen gr\u00f6\u00dferen Geldbetrag nach Wien, der in der Anfangszeit das Auskommen der anderen sicherte. Im Mai 1935 musste er von Wien aus die Registrierung einer Comedian Harmonists GmbH in Paris gegen\u00fcber Biberti verteidigen. Au\u00dferdem versuchte Fischer, in Wien eigene k\u00fcnstlerische Vorhaben zu verwirklichen. Bereits im Sommer 1935 wurde er von Wilhelm Stein als letztem Sekret\u00e4r der Gruppe abgel\u00f6st. Fischers Ehefrau kehrte im Sp\u00e4tsommer 1935 allein nach Berlin zur\u00fcck und lie\u00df sich zum Jahresende von ihm scheiden.<br \/>\n\u00dcber die Gr\u00fcnde von Fischers Auswanderung nach Italien im Februar 1937 kann nur spekuliert werden. Nachdem er sich im Herbst 1937 in Berlin noch einen neuen Pass ausstellen lie\u00df, verbrachte er die folgenden zwei Jahre in Prag und floh kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges nach London. Dass die Nationalsozialisten im M\u00e4rz 1939 den zus\u00e4tzlichen Vornamen Israel auf seiner Geburtsurkunde eintragen lie\u00dfen, blieb wahrscheinlich von ihm unbemerkt. In London verdingte sich Fischer zun\u00e4chst als Fabrikarbeiter, nach seiner Entlassung hatte er sporadische Eink\u00fcnfte aus kaufm\u00e4nnischer und k\u00fcnstlerischer T\u00e4tigkeit, versuchte sich Ende der 40er Jahre mit einer eigenen Exportfirma, war Angestellter, zeitweilig wieder arbeitslos und lebte von Gelegenheitsjobs und Sozialunterst\u00fctzung. Ungeachtet dessen gab Fischer, der Bratsche spielte, gelegentlich Konzerte zusammen mit dem Cellisten Martin Lowett und dem aus \u00d6sterreich emigrierten Geiger Norbert Brainin, die beide sp\u00e4ter mit dem Amadeus-Quartett ber\u00fchmt wurden.<br \/>\nNach zwei weiteren gescheiterten Ehen heiratete Rudolf Fischer 1953 in London seine vierte Frau Alma Kathleen Lee, geboren am 24. Mai 1924. Als begeisterter Musik- und Theaterkenner schrieb er Artikel \u00fcber K\u00fcnstler und Auff\u00fchrungen f\u00fcr Londoner Zeitungen. Schlie\u00dflich nahm er eine B\u00fcrot\u00e4tigkeit an und verwaltete nebenbei das Verm\u00f6gen seines verstorbenen Schwiegervaters. Ab 1955 erhielt er erste Vorsch\u00fcsse auf Entsch\u00e4digungszahlungen aus Deutschland.<br \/>\nDiese Gelder und eine sp\u00e4ter bewilligte Entsch\u00e4digungsrente erm\u00f6glichten ihm Erholungsreisen nach Spanien und Deutschland, wo er ein hartn\u00e4ckiges Darmleiden behandeln lie\u00df. Im Sommer 1959 schrieb er einen Brief an Robert Biberti in Berlin, da er dessen Hilfe bei der Geltendmachung weiterer Anspr\u00fcche gegen\u00fcber den Entsch\u00e4digungs\u00e4mtern ben\u00f6tigte. Dazu nahm er auch wieder Kontakt zu seiner fr\u00fcheren ersten Frau Lilly Ruth in Berlin auf. Ab Januar 1964 entwickelte sich erneut ein sporadischer Briefwechsel mit Biberti, vor allem weil sich Fischer inzwischen mit R\u00fcckkehrgedanken trug. Auf Bitten Bibertis k\u00fcmmerte er sich bei der His Master\u2019s Voice in Hayes um dessen Lizenz-Anspr\u00fcche seit September 1939. Ende September 1964 \u00fcbersiedelte Rudolf Fischer, der sich einige Jahre zuvor von seiner vierten Frau getrennt hatte, wieder nach Berlin und lebte zun\u00e4chst zur Untermiete bei Biberti. Sein Gesundheitszustand hatte sich inzwischen weiter verschlechtert. Nachdem er Anfang 1965 noch ein eigenes m\u00f6bliertes Zimmer in der Xantener Str. 10 in Berlin-Wilmersdorf bezogen hatte, verstarb Rudolf Fischer nach einer akuten Herzerkrankung am 1. Januar 1966 im Krankenhaus Berlin-Spandau. Robert Biberti stand mit Fischers erster Ehefrau Lilly Ruth noch bis zu deren Tod im Jahr 1981 in engem pers\u00f6nlichem und postalischem Kontakt. Fischers vierte Ehefrau Alma starb im Januar 2001 in London.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"JARETZKI\"><\/a>Hellmut JARETZKI<\/p>\n<\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\">(gen. \u201eJaro\u201c, auch Hellmut Colman-Jaretzki, Pseudonym \u201eFred A. Colman\u201c, nach Emigration Hellmut-Anatole Jaro)<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 28.12.1905 in Berlin<br \/>\n\u2020 12.1.1988 in Washington D.C. (USA)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nHellmut Jaretzki war der Sohn von Isidor Jaretzki aus Berlin und j\u00fcdischer Abstammung. Er besuchte in Berlin das Fichte-Gymnasium sowie das Helmholtz-Realgymnasium und legte 1923 das Abitur ab. Danach studierte er an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t sechs Semester Kunstgeschichte und Philosophie. Ab 1924 arbeitete er f\u00fcr ein Jahr bei der UFA als Presseassistent in der Propaganda- und Reklamebildabteilung. Daneben begann Jaretzki seine Journalistent\u00e4tigkeit f\u00fcr das \u201e8-Uhr-Abendblatt\u201c und f\u00fcr die Verlage Ullstein, Mosse, Scherl, Paul Aretz in Dresden sowie den Verlag Rothgiesser &amp; Diesing A.G. in Berlin. Er schrieb Artikel f\u00fcr Kulturzeitschriften wie \u201cRevue des Monats\u201d, \u201cDie elegante Welt\u201d, \u201eDie Sch\u00f6nheit\u201c, \u201eDer Rosenkavalier\u201c, \u201ePorza\u201c oder \u201eDer Querschnitt\u201c. Von 1927 bis 1933 arbeitete er auch als Funkjournalist und Radioreporter beim Berliner Rundfunk und f\u00fcr die Sender K\u00f6ln, Hamburg und M\u00fcnster. Er begr\u00fcndete die Sendereihe \u201eDie Werkstatt der Lebenden\u201c und moderierte ab 1931 die Reihe \u201eVon der bildenden Kunst\u201c, in der er zeitgen\u00f6ssische K\u00fcnstler interviewte und so einem breiten Publikum deren Pers\u00f6nlichkeiten und k\u00fcnstlerisches Schaffen n\u00e4herbrachte. Dabei entstanden unter anderem Radioportr\u00e4ts der Maler Max Liebermann und Max Pechstein, des Bildhauers Georg Kolbe, der Architekten Hans Poelzig und Bruno Paul, der Grafikerin Ren\u00e9e Sintenis und des Zeichners Heinrich Zille, aber auch Beitr\u00e4ge \u00fcber das Dessauer Bauhaus und \u00fcber die Hilfsorganisation f\u00fcr in Not geratene K\u00fcnstler. Daneben ver\u00f6ffentlichte er Beitr\u00e4ge wie \u201eDer Rundfunk und die bildende Kunst\u201c in der Rundfunk-Zeitschrift \u201eRufer und H\u00f6rer\u201c. Gemeinsam mit Ernst Engelbrecht schrieb er 1928 \u201eDas Gift als Mordwaffe\u201c, unter seinem Pseudonym Fred A. Colman erschien 1928 das illustrierte Buch \u201eArtisten\u201c \u00fcber ber\u00fchmte Zirkusk\u00fcnstler, 1930 \u201eDie verliebte Mode\u201c \u00fcber Kleidung, Sch\u00f6nheit und Eitelkeit.<br \/>\nAb Dezember 1929 war Hellmut Jaretzki nach Heinz Baruch der zweite \u201eManager\u201c der Comedian Harmonists. Er stellte ihnen sein B\u00fcro in der Xantener Stra\u00dfe 14 in Berlin-Wilmers-dorf zur Erledigung der Korrespondenz zur Verf\u00fcgung und erhielt am 4. Dezember 1929 die schriftliche Vollmacht, im Namen der Gruppe zu verhandeln und nach R\u00fccksprache Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen. Bis dahin wurden Korrespondenz, Vertr\u00e4ge, usw. zum Teil auch von Collin, Frommermann, Bootz, Biberti und anderen erledigt. Im Juli 1930 schrieben die Comedian Harmonists an verschiedene Konzertagenturen, man habe sich von Herrn Colman-Jaretzki auf freundschaftlichem Wege getrennt und w\u00fcrde die Gesch\u00e4fte jetzt allein f\u00fchren.<br \/>\nDanach f\u00fchrte Jaretzki seine kunstwissenschaftliche T\u00e4tigkeit weiter, u. a. war er 1931 Kurator der Ausstellungen \u201eSezession Graz\u201c und \u201eFahrende Leute\u201c mit Werken von Otto Dix, Pablo Picasso, Georg Grosz und anderen.<br \/>\nVon 1931 bis 1933 war Hellmut Jaretzki Reklamedirektor und Leiter der Verlagsabteilung der \u201eHaus Bergmann Zigaretten A. G.\u201c in Berlin. Dort gab er 1932 unter Mitarbeit von Max Ehrlich und Walter Trier das dreib\u00e4ndige Sammelalbum \u201eBergmanns bunte B\u00fccher\u201c heraus. Im Herbst 1933 wurde er wegen seiner j\u00fcdischen Abstammung entlassen. Auch beim Rundfunk fand er keine Besch\u00e4ftigung mehr.<br \/>\nHellmut Jaretzki war unter der Nummer 4912 Mitglied der Reichsschrifttumskammer, die ihn im M\u00e4rz 1935 ausschloss. 1935 erscheint er im Berliner Adressbuch noch als \u201eVerlagsleiter\u201c unter der Adresse Berlin-Schmargendorf, Hubertusbacher Stra\u00dfe 10, seine Wohnung lag in der Heilbronner Stra\u00dfe 8. Durch seine Erwerbslosigkeit und das Ausbleiben von Tantiemen konnte er die Miete nicht mehr zahlen und musste die Wohnung 1936 aufgeben. Danach wohnte er bei einem Bekannten in der Kantstra\u00dfe und lebte von j\u00fcdischer Wohlfahrtsunterst\u00fctzung. Im Oktober 1939 emigrierte er \u00fcber Antwerpen nach New York. Als Hellmut-Anatole Jaro lebte er in Chicago und heiratete 1952, seine Ehefrau hie\u00df Virginia und wurde 1914 geboren. Bis 1942 hatte er nur gelegentliche Eink\u00fcnfte als Hotelbuchhalter, Empfangschef und Skilehrer. Ab 1943 war er Verlagsredakteur. 1953 erfolgte seine Einb\u00fcrgerung in die USA. Von 1950 bis 1956 arbeitete er f\u00fcr die \u201eEncyclopaedia Britannica\u201c, sp\u00e4ter war er als politischer Analyst und Kommentator t\u00e4tig und bereiste mehrfach Europa. Nach dem Erwerb eines Doktortitels arbeitete er in den 1970er Jahren in Wien f\u00fcr das Amerika-Institut und die American Medical Society. Jaretzki f\u00fchrte einen sporadischen Briefwechsel mit Robert Biberti und Erich Collin. Er starb im Januar 1988 in Washington. Seine Ehefrau starb im Februar 1984 in Wien.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"JOSEPH\"><\/a>Walter Louis JOSEPH<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 20.11.1890 in Berlin<br \/>\n\u2020 22.7.1954 in Lake Placid (USA)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDer Pianist Walter Joseph wurde in Berlin als Sohn des j\u00fcdischen Kaufmanns Samuel Joseph und dessen Ehefrau Margarete, geb. Bry, geboren. Er hatte drei Geschwister. Walter Joseph besuchte in Berlin von 1896 bis 1908 das Wilhelmsgymnasium. Nach dem Abitur studierte er Jura an den Universit\u00e4ten Freiburg, M\u00fcnchen und Berlin. Kurz vor dem Referendariat brach Walter Joseph das Jurastudium ab und begann, Musik an der Hochschule f\u00fcr Musik zu studieren, unter anderem bei Professor Heinrich Barth. Im Winter 1913 wurde er Korrepetitor an der st\u00e4dtischen Oper Hamburg.<br \/>\nVon 1914 bis 1918 war Walter Joseph Soldat im Ersten Weltkrieg und nahm am Russlandfeldzug teil. Am 12. April 1919 heiratete er in Berlin seine Frau Alice, geb. Liebmann, geboren am 23. Juni 1893 in Berlin. Am 9. Oktober 1922 wurde seine Tochter Lilli geboren. In Berlin war Joseph ab 1919 Pianist der bekannten Nelson-Revuen und spielte mit Rudolph Nelson an zwei Fl\u00fcgeln im Duett, unter anderem in der Revue \u201eLichter von Berlin\u201c (1927). In den Jahren 1928 und 1929 sind mehrere solcher Klavier-Duette der beiden Pianisten mit Kompositionen Nelsons auf Schallplatte erschienen, so die Titel \u201eParmer Veilchen\u201c, \u201eVis-a-vis\u201c, \u201eFriederike\u201c, \u201eJosefin\u201c und \u201eTombola-Potpourri\u201c. Im Jahr 1929 wirkte Joseph in dem Kurzfilm \u201eUnd Nelson spielt\u201c mit. Au\u00dferdem war er als Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin, an der Volksb\u00fchne und am Deutschen K\u00fcnstlertheater in der N\u00fcrnberger Stra\u00dfe t\u00e4tig.<br \/>\nVon 1930 bis 1933 war Walter Joseph Solopianist bei der UFA. Er begleitete musikalisch die Erich-Pommer-Produktionen \u201eDer blaue Engel\u201c (1930) mit Marlene Dietrich sowie \u201eLiebeswalzer\u201c (1930) und \u201eDer Kongress tanzt\u201c (1931) mit Lilian Harvey und Willy Fritsch. Au\u00dferdem war er Solo-Repetitor f\u00fcr Gitta Alpar, Gustav Fr\u00f6hlich, Richard Tauber, Willi Forst und andere. Durch die T\u00e4tigkeit bei der UFA arbeitete Joseph auch mit dem Dramaturgen Robert Liebmann zusammen, dem Bruder seiner Frau, der auch ihr Trauzeuge war.<br \/>\nVon Januar bis August 1931 war Walter Joseph Pianist der Comedian Harmonists. Er ersetzte Fried Walther, mit dem die Gruppe offenbar nicht zufrieden war. Walter Joseph wohnte zu dieser Zeit in Berlin-Wilmersdorf, Bregenzer Stra\u00dfe 11. Auf einem Gruppenfoto aus dieser Zeit ist der Mann mit der hohen Stirn ganz links im Bild zu sehen. Walter Joseph \u00fcbernahm auch einen Teil der gesch\u00e4ftlichen Korrespondenz. Es ist allerdings nicht vollends sicher, ob er durchg\u00e4ngig die Klavierbegleitung der Konzerte \u00fcbernahm. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass die Auftritte im Schauspielhaus Leipzig Anfang M\u00e4rz 1931 wieder von Erwin Bootz begleitet wurden, w\u00e4hrend die Konzertank\u00fcndigungen f\u00fcr April bis August 1931 ausweisen: \u201eam Fl\u00fcgel: Walter Joseph\u201c. Die Schallplattenaufnahmen jener Monate sind offenbar von Walter Joseph begleitet worden, insbesondere \u201eBaby\u201c und \u201eDu bist nicht die Erste\u201c, au\u00dferdem d\u00fcrfte er bei den Filmaufnahmen zu \u201eDer falsche Ehemann\u201c, \u201eDer ungetreue Eckehart\u201c und \u201eBomben auf Monte Carlo\u201c die Klavierbegleitung gespielt haben. Offenbar gen\u00fcgte auch Joseph den Anforderungen nicht, vor allem die Electrola kritisierte, dass sich seine Klavierbegleitung aufnahmetechnisch nicht mit dem Gesang der Gruppe harmonisieren lie\u00df, und im Sommer 1931 gab es Erw\u00e4gungen, den erfahrenen Pianisten Adam Gelbtrunk, t\u00e4tig unter anderem in der Kapelle von Efim Schachmeister und am Gro\u00dfen Schauspielhaus in Berlin, f\u00fcr Proben einzuladen. Jedenfalls schied Walter Joseph im August 1931 aus dem Ensemble aus. Ab September \u00fcbernahm Erwin Bootz wieder den Klavierpart.<br \/>\nWalter Joseph war zwischen 1930 und 1933 auch Pianist im Tingel-Tangel-Theater von Friedrich Hollaender, den er vermutlich von den Nelson-Revuen kannte. Aus dieser Zeit (etwa M\u00e4rz 1932) stammt eine ELECTROLA-Testaufnahme mit Annemarie Haase (Gesang) und Walter Joseph (Klavier) von \u201eAn allem sind die Juden schuld\u201c aus der Hollaender-Revue \u201eSpuk in der Villa Stern\u201c.<br \/>\nWalter Joseph war Kapellmeister und gefragter Korrepetitor in Berlin. Der Komponist Alfred Guttmann sagte \u00fcber ihn: <em>\u201eIn Berlin war er DER Korrepetitor. Wer eine Urauff\u00fchrung hatte, oder irgendetwas zum Einstudieren, ging zu Walter Joseph. Er konnte alles spielen. Spielte vom Blatt, das war ein Notenfresser. Ein kleiner, ein richtiger Berliner: ein dicker Herr mit einer uferlosen Glatze und er lispelte. Er war ein Unikum.\u201c<\/em><br \/>\nAm 5. Februar 1933 k\u00fcndigte ihm die UFA wegen seiner j\u00fcdischen Abstammung. Die Familie emigrierte Ende M\u00e4rz 1933 nach Frankreich und lie\u00df ihr Hab und Gut zur\u00fcck. Zun\u00e4chst versuchte Walter Joseph, in Paris ein Bar zu er\u00f6ffnen, was aber scheiterte. 1936 bekam er eine Anstellung bei Radio Cit\u00e9 in Paris. Im Januar 1936 begleitete er am Piano Plattenaufnahmen mit Edith Piaf. Unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Familie f\u00fcr zwei Monate im Lager Libourne bei Bordeaux interniert. Nach dem Beginn des Westfeldzugs der Deutschen Wehrmacht wurden die Familienmitglieder von Mai bis Juni 1940 erneut interniert, Walter Joseph in Libourne, Frau und Tochter im Lager Gurs. Danach hielt sich die Familie bis Mai 1941 zwangsweise in Oloron-Sainte-Marie am Fu\u00df der Pyren\u00e4en auf. Am 15. Mai reiste die Familie mit der SS \u201eWyoming\u201c von Marseille in Richtung Martinique, um von dort aus Amerika zu erreichen. Das Schiff wurde aber in Casablanca aufgehalten. Am 18. Mai wurde die Familie trotz vorhandener Visa f\u00fcr die USA verhaftet und im Lager Qued Zem am Rande der marokkanischen W\u00fcste interniert. Erst am 25. Juli 1941 konnten alle drei auf der SS \u201eGuin\u00e9\u201c nach New York weiterreisen.<br \/>\nDort versuchte Walter Joseph sofort wieder musikalische Besch\u00e4ftigung zu finden. Mit dem Silving-Quartett (Bert Silving, eigtl. Berthold Silbiger) trat er bis Herbst 1945 in der New Yorker Town Hall in mehreren Veranstaltungen auf, in denen Wiener Kleinkunst pr\u00e4sentiert wurde, erstmals in der Revue \u201eDas war Wien!\u201c am 11.9.1943. Im Dezember 1946 stellten Walter, Alice und Lilli Joseph Einb\u00fcrgerungsantr\u00e4ge f\u00fcr die USA.<br \/>\nAm 8. Oktober 1949 geh\u00f6rte Walter Joseph zu den Mitwirkenden im Programm zum 29. Jubil\u00e4um des KadeKo, veranstaltet von dessen Gr\u00fcnder Kurt Robitschek in der New Yorker Carnegie Hall unter dem Titel \u201e25. Nacht der Prominenten. Einmalige Jubil\u00e4ums-Gala-Vorstellung Kabarett der Komiker\u201c. Im Februar 1952 spielte Walter Joseph bei einem Kurt-Weill-Ged\u00e4chtniskonzert in der Town Hall von New York gemeinsam mit anderen K\u00fcnstlern, unter anderem mit dem Pianisten der Comedy Harmonists, Fritz Kramer. Zu dieser Zeit wohnte Familie Joseph in New York, 545 W 162nd Street. Walter Joseph starb w\u00e4hrend eines Besuchs bei Freunden in einem Hotel in Lake Placid im Juli 1954 an einem Schlaganfall. Seine Frau Alice starb im Juli 1985.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"KALIGER\"><\/a>Louis KALIGER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 18.11.1885 (?)<br \/>\n\u2020 1944 (?)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDer Tenor Louis Kaliger ist ab 1918 im Deutschen B\u00fchnen-Jahrbuch verzeichnet und war in der Gr\u00fcndungsphase der Melody Makers deren erster Tenor. Er wurde aber bereits im M\u00e4rz 1928 entlassen und durch Ari Leschnikoff ersetzt. Danach lebte Kaliger weiter in Berlin und wirkte in den 1930er Jahren als S\u00e4nger und auch als Schauspieler in zwei Kurzspielfilmen. Er soll 1944 verstorben sein.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"NUSSBAUM\"><\/a>Walter NUSSBAUM<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* ?<br \/>\n\u2020 ?<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDer Tenor Walter Nussbaum wurde im Fr\u00fchjahr 1928 von Robert Biberti ins Ensemble mitgebracht und war vor Erich Collin zweiter Tenor der Melody Makers bzw. der Comedian Harmonists. Nach dem Ausscheiden von Theodor Steiner geh\u00f6rte er neben Harry Frommermann, Ari Leschnikoff, Roman Cycowski, Robert Biberti und Erwin Bootz zum ersten auftrittsf\u00e4higen Ensemble. Auch an den ersten Plattenaufnahmen im August 1928 unter dem Titel \u201eGesangsquintett Comedian Harmonists vom Gro\u00dfen Schauspielhaus, Berlin\u201c war er demnach beteiligt. Offenbar waren ihm zum Teil auch die gesch\u00e4ftlichen Angelegenheiten \u00fcbertragen, denn er bahnte im April 1928 sowohl den sp\u00e4ter wieder aufgehobenen Vertrag mit dem Kabarett der Komiker f\u00fcr Oktober als auch im Oktober den Vertrag mit der Barberina-Ambassadeurs Restaurantgemeinschaft f\u00fcr November 1928 an. Im Oktober 1928 geh\u00f6rte er au\u00dferdem zu den Unterzeichnern des Vertrages mit der Schallplattenfirma Odeon und war am ersten gro\u00dfen Engagement der Comedian Harmonists, der Revue \u201eCasanova\u201c am Gro\u00dfen Schauspielhaus Berlin, beteiligt. Dar\u00fcber hinaus arrangierte er die Vertr\u00e4ge mit dem Hamburger Hansa-Theater f\u00fcr Februar 1929 und den mit der Berliner Scala f\u00fcr Juni 1929. Nussbaum wohnte zu dieser Zeit in der Holsteinischen Stra\u00dfe 20 in Berlin-Steglitz. Aus unbekannten Gr\u00fcnden erfolgte Ende 1928 seine K\u00fcndigung zum 1. Februar 1929 mit der Begr\u00fcndung, dass er k\u00fcnstlerisch nicht in das Ensemble passe. Nach sp\u00e4teren Bekundungen von Robert Biberti gab es aber auch zwischenmenschliche Konflikte. Das Engagement im Hansa-Theater Hamburg wurde bereits mit dem neuen Tenor Willi Steiner absolviert. Nach neueren Auswertungen handelt es sich bei der Person im Buch von Czada\/Gro\u00dfe, S. 33, rechts unten, um Walter Nussbaum, auf Seite 34 links oben ist dagegen Willi Steiner abgebildet. Walter Nussbaum legte gegen seine K\u00fcndigung Widerspruch ein, es gelang ihm aber nur, die K\u00fcndigung auf Mitte M\u00e4rz 1929 hinauszuz\u00f6gern und so noch das gesamte Engagement am Gro\u00dfen Schauspielhaus zu absolvieren. Schlie\u00dflich verklagte Walter Nussbaum die Comedian Harmonists im Mai 1929 sogar auf Einhaltung der mit ihm geschlossenen Auftritts- und Aufnahmevereinbarungen bzw. auf Schadenersatz, jedoch erfolglos. Unmittelbar darauf zog Walter Nussbaum nach Berlin-Pankow und bet\u00e4tigte sich vermutlich weiter als Chors\u00e4nger und K\u00fcnstleragent. \u00dcber seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"STEINER\"><\/a>Theodor STEINER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 5.3.1905 in Berlin<br \/>\n\u2020 3.6.1970 in Wien<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nTheodor Steiner war der Sohn j\u00fcdischer Eltern, des Kaufmanns G\u00e9za Steiner (1870 \u2013 1932) und seiner Frau Anna, geborene Sch\u00f6nwald. Sein Vater stammte aus Budapest. Theodor Steiner studierte an der Hochschule f\u00fcr Musik in Berlin Gesang bei Professor Oskar Daniel. Als B\u00fchnenkollege Frommermanns war er mit diesem gemeinsam der geistige Urheber und Gr\u00fcnder der Melody Makers nach dem Vorbild der amerikanischen Revellers. Frommermann k\u00fcmmerte sich um das k\u00fcnftige Repertoire, Steiner um die gesch\u00e4ftlichen Dinge. Gemeinsam mit Frommermann suchte er nach ersten Mitstreitern und h\u00f6rte sich das Vorsingen der Bewerber an, auch das von Robert Biberti. Die ersten Dokumente des Ensembles, unter anderem die schriftliche Einladung vom 29. Dezember 1927 an Biberti zum Vorsingen und der Vertrag der Gruppe \u201eThe Melodie Makers\u201c mit Robert Biberti vom 1. April 1928 tragen Steiners Unterschrift. Zu dieser Zeit wohnte er in Berlin-Mitte, Karlstra\u00dfe 25 (heute Reinhardtstra\u00dfe). Von Theodor Steiner existiert in den bislang bekannten Quellen kein Foto. Noch bis Mai 1928 war er als Bariton und vermutlich auch als Klavierbegleiter Mitglied der Gruppe. Dann wurde er von dem Bariton Roman Cycowski ersetzt, den Klavierpart \u00fcbernahm Erwin Bootz, die gesch\u00e4ftlichen Angelegenheiten erledigte die Gruppe danach zun\u00e4chst parit\u00e4tisch.<br \/>\nTheodor Steiner lebte von 1929 bis 1934 in Hamburg. Im Deutschen B\u00fchnen-Jahrbuch ist er noch bis 1934 als Chors\u00e4nger verzeichnet. Im M\u00e4rz 1934 emigrierte er nach St. Gallen (Schweiz), von wo er im Fr\u00fchjahr 1946 zur\u00fcckkehrte. Danach bet\u00e4tigte er sich vor allem als H\u00f6rspielregisseur und war Oberspielleiter beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Sp\u00e4ter wurde er Leiter des Ausbildungswesens beim Hessischen Rundfunk. Theodor Steiner wohnte mit seiner Ehefrau Marie, geb. M\u00fcller, zun\u00e4chst Auf der K\u00f6rnerwiese 19 in Frankfurt am Main, sp\u00e4ter im Wilhelm-Beer-Weg 127. Im Jahr 1965 hatte er einen Kurzauftritt in dem Fernsehfilm \u201eDr. Murkes gesammelte Nachrufe\u201c nach Heinrich B\u00f6ll, mit Dieter Hildebrandt, Dieter Borsche und den Jacob-Sisters. Der Film spielt im Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Im gleichen Jahr zog Steiner zu seiner Lebensgef\u00e4hrtin Ria nach Bad Homburg, Dietigheimer Stra\u00dfe 19, und stand noch bis kurz vor seinem Tod in sporadischem Briefkontakt mit Harry Frohman (Frommermann). Theodor Steiner verstarb am 3. Juni 1970 in Wien.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"STEINEW\"><\/a>Willi STEINER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* ?<br \/>\n\u2020 ?<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nWilli Steiner wurde Ende 1928 als zweiter Tenor der Comedian Harmonists eingearbeitet, um Walter Nussbaum abzul\u00f6sen. Zuvor war er als Darsteller und S\u00e4nger an Berliner B\u00fchnen engagiert, unter anderem am Neuen Operettenhaus Berlin (heute Theater am Schiffbauerdamm). Zu dieser Zeit lebte er in Berlin-Charlottenburg, Krumme Stra\u00dfe 56. Nach neueren Erkenntnissen handelt es sich bei der Person im Buch von Czada\/Gro\u00dfe, Seite 16, unten rechts, wie auch auf Seite 34, oben links, um den Tenor Willi Steiner. Nach der K\u00fcndigung Nussbaums absolvierte Willi Steiner mit den Comedian Harmonists im M\u00e4rz 1929 das Engagement im Hansa-Theater in Hamburg. Doch sehr schnell merkte die Gruppe, dass sich Willi Steiner entgegen der anf\u00e4nglichen Auffassung stimmlich nicht bew\u00e4hrt. Gegen Ende des Engagements stand fest, dass er abgel\u00f6st werden soll. Ohne sein Wissen fanden ab April 1929 bereits erste Proben mit dem k\u00fcnftigen zweiten Tenor Erich Collin statt.<br \/>\nNach seinem Ausscheiden bei den Comedian Harmonists war Willi Steiner als Operns\u00e4nger in Berlin t\u00e4tig. Zu dieser Zeit wohnte er in der Hauptstra\u00dfe 149 in Berlin-Sch\u00f6neberg. Nach dem Krieg betrieb er in Berlin-Sch\u00f6neberg eine Gastspieldirektion.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"STRASSER\"><\/a>Paul STRASSER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 26.01.1892 in Dresden<br \/>\n\u2020 02.11.1958 in Berlin<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nPaul Strasser war der Sohn des Schauspielers Arthur Johann (eigtl. Salomon) Strasser aus Berlin (\u201eDas Meer\u201c, 1926), geboren am 14. Dezember 1857 in Ungarn. Der Bruder Paul Strassers war der Komponist und Kapellmeister Alfred Strasser (*28. Mai 1895  \u2020 9. M\u00e4rz 1967, zeitweilig Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin, nach dem Krieg Filmkomponist, u. a. \u201eDer Vetter aus Dingsda\u201c, 1953, und \u201eDas Spukschloss im Spessart\u201c, 1960). Paul Strasser war verheiratet mit Elisabeth Jacobine Strasser, geb. Kn\u00f6dler, geboren am 26. September 1899 in Curry bei Metz (Frankreich), gestorben am 29. August 1962 in Merxhausen bei Kassel.<br \/>\nNach dem Besuch der Volks- und Realschule in Wien \u00fcbersiedelte Paul Strasser mit seiner Familie 1906 nach Berlin, wo er eine Privatschule besuchte. Von 1909 bis 1917 studierte er am Stern\u2018schen Konservatorium Klavier, Komposition und Dirigieren, von 1914 bis 1916 war er auch Solo-Repetitor am Deutschen Opernhaus in Berlin. Im Ersten Weltkrieg wurde er 1917 wegen seiner ungarischen Staatsangeh\u00f6rigkeit nach Budapest eingezogen.<br \/>\nNach dem Krieg war er Pianist bei Rudolf Nelson, u. a. in der Revue \u201eTotal Manoli\u201c (1920), musikalischer Leiter der Kabaretts \u201eSchwarzer Kater\u201c, \u201eRoland von Berlin\u201c und ab<br \/>\n1925 im \u201cKabarett der Komiker\u201d. Als Komponist schuf er u. a. die Kabarett-Revuen \u201eDie flei\u00dfige Leserin\u201c (1926) und \u201eDie flei\u00dfige Het\u00e4re\u201c (1927) im Renaissance-Theater und die Kinderrevue \u201eHans im Gl\u00fcck\u201c (1927) sowie \u201cWo waren Sie?\u201d (1933), f\u00fcr Claire Waldoff komponierte er \u201eDie Kartenlegerin\u201c (1928), \u201eWegen Emil seine unanst\u00e4ndige Lust\u201c, \u201eLied von der Harfenjule\u201c, \u201eBoxermaxe\u201c, \u201eDie Tante is nich meine Tante\u201c und \u201eDet muss man jar nich ignoriern\u2019n\u201c (1929) und \u201cUnsere Havel ist unser Rhein\u201d (1932), au\u00dferdem schuf er Kompositionen f\u00fcr Werner Fincks \u201eKatakombe\u201c (1931), f\u00fcr Rudolf Platte, Elly Gl\u00e4ssner, Kate K\u00fchl und andere. Daneben machte er Filmmusik, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen. Bis etwa 1930 wohnte er bei seinem Vater in der Kaiser-Friedrich-Stra\u00dfe 54, bevor er eine eigene Wohnung in der Keithstra\u00dfe 22 bezog.<br \/>\nNach dem Ausschluss aus der Reichsfilmkammer als \u201eNichtarier\u201c im Februar 1935 versuchte er, sein k\u00fcnstlerisches Wirken ins Ausland zu verlagern, so z. B. im Kabarett \u201cLa Gait\u00e9\u201d in Paris, im \u201eTempo Follies\u201c in Amsterdam sowie in Wien und Budapest.<br \/>\nIm April 1936 haben in Wien Proben der Comedian Harmonists mit Paul Strasser sowie die Aufnahmen von \u201eIn stiller Nacht\u201c und \u201eSandm\u00e4nnchen\u201c stattgefunden, die auf HMV ver\u00f6ffentlicht wurden. Im Juni 1936 sagte Strasser eine weitere Mitwirkung wegen anderer Verpflichtungen jedoch ab.<br \/>\n1941 erhielt er von der Reichsmusikkammer als \u201cVierteljude\u201d eine Sondergenehmigung f\u00fcr musikalische T\u00e4tigkeiten, nicht jedoch als Komponist. Nachdem seine Wohnung bei einem alliierten Bombenangriff am 26. Februar 1945 zerst\u00f6rt wurde, wies man ihm eine Wohnung in Berlin-Schmargendorf in der Warnem\u00fcnder Stra\u00dfe 11 zu. Unmittelbar nach dem Krieg nahm er seine musikalische T\u00e4tigkeit wieder auf und wirkte als Komponist beim Berliner Rundfunk sowie als Kapellmeister am Theater am Schiffbauerdamm und am Deutschen Theater in Berlin. Daneben schrieb er H\u00f6rspielmusik (\u201eDas Hauptbuch der Solvays\u201c, 1950 und \u201eDie Heirat\u201c, 1952) und schuf die Filmmusik f\u00fcr den gleichnamigen DEFA-Film (1955). Anfang 1956 wanderte er gemeinsam mit seiner Frau zu deren Tochter aus erster Ehe nach Texas aus, wo er 1957 einen Schlaganfall erlitt. Kurz nach seiner R\u00fcckkehr nach Berlin starb Paul Strasser Ende 1958.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><a name=\"WALTER\"><\/a>Fried WALTER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 19.12.1907 in Ottendorf-Okrilla (Sachsen)<br \/>\n\u2020 8.4.1996 in Berlin<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nFried Walter (eigentlich Walter Emil Schmidt) wurde zun\u00e4chst wie sein Vater Lehrer, absolvierte dann aber bis 1928 ein Studium an der Orchesterschule der Dresdener Staatskapelle. Den K\u00fcnstlernamen Fried Walter gab er sich bei seinem ersten Engagement als Korrepetitor in Gotha, um sich von den anderen \u201eSchmidts\u201c zu unterscheiden und behielt ihn dann ein Leben lang bei. Nach einem Engagement als Kapellmeister in Gera studierte Fried Walter am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium Berlin in einem neu eingerichteten Kurs f\u00fcr Film- und Radiomusik und studierte unter anderem bei Kapellmeister Dr. Giuseppe Becce und in der Meisterklasse von Arnold Schoenberg. Daneben besorgte er musikalische Bearbeitungen f\u00fcr verschiedene K\u00fcnstler und Rundfunksender, komponierte Klaviermusik f\u00fcr Stummfilme sowie f\u00fcr den Trautonium-Solisten Oskar Sala und leitete Kinoorchester. Dann absolvierte Walter die Meisterklasse von Arnold Sch\u00f6nberg an der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste.<br \/>\nVom 1. Dezember 1930 an war er probeweise als Pianist bei den Comedian Harmonists engagiert, als Ersatz f\u00fcr den ausgeschiedenen Erwin Bootz. Das Engagement von Fried Walter dauerte jedoch nur bis zum 31. Januar 1931, dann wurde er durch Walter Joseph ersetzt. In einem mehrseitigen handschriftlichen Beschwerdebrief betonte Fried Walter am Silvestertag 1930, er habe bisher <em>\u201enicht ein einziges St\u00fcck mit der Gruppe probieren k\u00f6nnen\u201c<\/em>, unter anderem weil er die Partituren erst sp\u00e4t erhalten habe. Bootz und Frommermann hatten ihn in deren Musikstil unterwiesen, da es so gut wie keine Noten gab und Bootz meist improvisierte. Walters Gage f\u00fcr zwei Monate betrug ganze 250 Mark.<br \/>\nDanach war Fried Walter als freier Pianist und Arrangeur t\u00e4tig, hatte Auftritte in Holland mit seiner sp\u00e4teren Frau und war ab Anfang 1934 Pianist und Arrangeur der Humoresk Melodios, mit denen er neben Konzert- und Rundfunkauftritten auch Schallplatten- und Filmaufnahmen absolvierte. Im Sommer 1935 verlie\u00df er die Gruppe, um sich der Oper zu widmen. Ab November 1938 begleitete Fried Walter wieder die Humoresk Melodios, bis zum Juni 1943. Zwischenzeitlich geh\u00f6rte er mit seiner Frau Elisabeth etwa ab 1937 zu der Damen-Gesangsgruppe Allotrias und dirigierte in den Folgejahren eigene Opernkomposition, unter anderem \u201eK\u00f6nigin Elisabeth\u201c 1938 in Stockholm und Hamburg, \u201eAndreas Wolfius\u201c 1940 an der Berliner Staatsoper und \u201eDorfmusik\u201c 1943 in Wiesbaden. 1944 wurde Walters Ballett \u201eKleopatra\u201c in Prag aufgef\u00fchrt, nebenbei komponierte er weiter Filmmusik. Er lebte in Berlin-Wilmersdorf, Wilhelmsaue 136, sp\u00e4ter am Barbarossaplatz 3 in Berlin-Sch\u00f6neberg.<br \/>\nFried Walter erlebte das Kriegsende in Schwerin. Nach 1945 war er zun\u00e4chst Pianist und Korrepetitor an der Staatsoper Berlin, ab 1947 dann Gr\u00fcnder und Leiter des RIAS-Unterhaltungsorchesters in Berlin. Hier kam es zu einem Wiedersehen mit Harry Frohman (Frommermann), der als amerikanischer Kontrolloffizier beim RIAS besch\u00e4ftigt war. Fried Walter war auch weiter als Komponist, Arrangeur und Produzent erfolgreich. Er wurde vor\u00fcbergehend Abteilungsleiter f\u00fcr Tanz- und Unterhaltungsmusik beim RIAS und blieb weiter Dirigent des RIAS-Unterhaltungsorchesters. Fried Walter war in erster Ehe verheiratet mit einer holl\u00e4ndischen S\u00e4ngerin. Aus dieser Ehe stammten ein Sohn und eine Tochter. Mit seiner zweiten Frau, die er 1950 kennenlernte und 1963 heiratete, wohnte Fried Walter in Berlin-Dahlem, Kuckuksweg 6a. In den fr\u00fchen 70er Jahren sahen sich Harry Frohman und Fried Walter noch einmal in Berlin wieder.<br \/>\n1972 ging Fried Walter in den Ruhestand, komponierte und arrangierte aber weiter, so zum Beispiel in den 80er Jahren den Titel \u201eVeronika, der Lenz ist da\u201c f\u00fcr das Programm \u201eA Tribute To The Comedian Harmonists\u201c der King\u2019s Singers. Fried Walter starb am 8. April 1996 in Berlin. In seinem Geburtsort Ottendorf ist eine Stra\u00dfe nach ihm benannt, an seinem Geburtshaus (heute Radeburger Stra\u00dfe 20) ist eine Gedenktafel angebracht.<br \/>\n&#8211; s. a. Galle, Petra: RIAS Berlin und Berliner Rundfunk 1945-1949, LIT Verlag M\u00fcnster, 2003, und Eisold, Wolf-Dieter: Fried Walter \u02d7 Lebenslauf eines Musikers, Ottendorfer Bote, Heft 30 vom 6. Dezember 2007, S. 5 &#8211; 19.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<p style=\"text-align: center;\">Unter Verwendung von Nachl\u00e4ssen, Entsch\u00e4digungsakten und <a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=30\" title=\"Literatur\"><strong>publizierten Quellen<\/strong><\/a> sowie der Hanns Fischer Family Collection des Leo Baeck Institute, Center for Jewish History, New York. Mit Dank an Herrn Prof. Dr. Dr. Erich Ku\u00df, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Broody &nbsp; \u2192 Heinz Baruch \u2192 Max Colani \u2192 Rudolph Fischer-Maretzky \u2192 Hellmut Jaretzki \u2192 Walter Joseph \u2192 Louis Kaliger \u2192 Walter Nussbaum \u2192 Theodor Steiner \u2192 Willi Steiner&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":20,"menu_order":7,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1465","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1465"}],"version-history":[{"count":19,"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2519,"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1465\/revisions\/2519"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/20"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}