{"id":518,"date":"2014-02-26T23:07:55","date_gmt":"2014-02-26T21:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=518"},"modified":"2021-11-08T17:37:14","modified_gmt":"2021-11-08T15:37:14","slug":"rudolf-mayreder","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=518","title":{"rendered":"Rudolf Mayreder"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Broody<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Rudolf<\/span> (\u201eRudi\u201c) MAYREDER<\/p>\n<\/h5>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<b>* 25.10.1902 in Mariazell (\u00d6sterreich)<br \/>\n\u2020 7.3.1978 in St. P\u00f6lten (\u00d6sterreich)<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nRudolf Mayreder war ein Gastwirtssohn aus Mariazell in der Obersteiermark. Sein Vater, Rudolf Mayreder sen., besa\u00df dort das Gasthaus \u201eZur Goldenen Kanone\u201c. Einer der Schulkameraden Rudolf Mayreders, Leopold Figl, war nach dem Krieg der erste \u00f6sterreichische Bundeskanzler.<br \/>\nRudolf Mayreder absolvierte 1934\/35 eine Gesangsausbildung in Wien in der Opernklasse der Musikakademie bei Hans Duhan und Kammers\u00e4nger Josef Manowarda.<br \/>\nAb 1935 war er der Bassist der in Wien gegr\u00fcndeten Comedy Harmonists. Als letztes der neuen Mitglieder unterschrieb er seinen Vertrag Ende Mai 1935. Er wohnte in dem Eckhaus Margarethenstra\u00dfe 44 im 4. Wiener Bezirk.<br \/>\nRudolf Mayreder war leidenschaftlicher Fotograf und Hobbyfilmer und machte zahlreiche Filmaufnahmen in Farbe von den Freizeitaktivit\u00e4ten der Gruppe in S\u00fcdafrika, Griechenland und Australien wie auch von der \u00dcberfahrt von Sydney \u00fcber die Fiji-Inseln und Samoa nach Honolulu. Au\u00dferdem war er ein Naturfreund und liebte vor allem Blumen und V\u00f6gel. W\u00e4hrend der Konzerttourneen f\u00fchrte Rudolf Mayreder Tagebuch. In Sao Paolo wurde er einmal verhaftet, weil er ein markantes gr\u00fcnes Hemd anhatte, wie es auch die Revolution\u00e4re trugen.<br \/>\nZum 1. April 1940 schied Rudolf Mayreder nach einem Disput mit Erich Collin aus der Gruppe aus, die im Anschluss mit einem neuen, unbekannten Bassisten probte. Danach sang er im Chor der Radio City Music Hall in New York und wurde dort Leiter der Bass-Sektion. Er wohnte in der West 83. Street Nr. 233 in New York City. Wahrscheinlich gr\u00fcndete er w\u00e4hrend dieser Zeit ein eigenes Quartett namens The Master Singers, mit dem er auch Probeaufnahmen auf Schallplatte machte. Ab 1947 sang er im Chor der Metropolitain Opera in New York. W\u00e4hrend der Zeit in New York hatte er pers\u00f6nlichen Kontakt zu Harry Frohman und Fritz Kramer. Am 27. Dezember 1951 wurde seinem Antrag auf Einb\u00fcrgerung in die USA stattgegeben.<br \/>\nAb 1952 erhielt Rudolf Mayreder eine Festanstellung als Solist an der Metropolitain Opera mit einem monatlichen Gehalt von 600 Dollar. Sein Debut hatte er am 22. Januar 1953 als Leopold im \u201eRosenkavalier\u201c von Richard Strauss. In den folgenden Jahren sang er verschiedene Bass-Partien, wurde aber auf einigen Programmzetteln der Met und in Zeitungsberichten auch als Tenor angek\u00fcndigt. Daneben wirkte Rudolf Mayreder in Galavorstellungen der Metropolitain Opera mit. 1954 \u00fcbernahm er eine Doppelrolle als Notar und als Ambrogio in Rossinis \u201eBarbier von Sevilla\u201c. Mit dem St\u00fcck, das im Radio gesendet und f\u00fcr das Fernsehen aufgezeichnet wurde, ging die Met auch mehrfach auf Tournee durch die USA sowie nach Toronto in Kanada. Auch bei diesen Gelegenheiten filmte Rudolf Mayreder mit seiner Kamera.<br \/>\nEine Beteiligung an Collins amerikanischer Gruppe lehnte Rudolf Mayreder 1954 ab. Stattdessen \u00fcbernahm er die Rolle als Kellner in der Kom\u00f6die \u201eArabella\u201c von Richard Strauss und Hugo von Hoffmannsthal, die am 10. Februar 1955 in New York US-Premiere hatte. In dieser Rolle erlebte er im November 1960 das Debut von Anneliese Rothenberger an der Metropolitain Opera. Au\u00dferdem sang er weiter im \u201eRosenkavalier\u201c. W\u00e4hrend seiner Zeit in New York unternahm Rudolf Mayreder in den Sommerpausen regelm\u00e4\u00dfig Urlaubsreisen in seine fr\u00fchere Heimat. Dort traf er seine Jugendliebe Marianne A. Cermak, geborene Kuss (7.7.1910 \u2013  28.2.2003) wieder und verlobte sich mit ihr. Auch mit Fritz Kramer traf er sich bei seinem Urlaubsreisen in die alte Heimat. Zwar hegte Rudolf Mayreder schon seit l\u00e4ngerem den Wunsch, nach \u00d6sterreich zur\u00fcckzukehren, doch lie\u00df er sich immer wieder von neuen Rollen an der Met verlocken. Neben den genannten Partien \u00fcbernahm er ab 1957 die Rolle des Marquis de Tarapote in Jaques Offenbachs Operette \u201eLa P\u00e9richole\u201c, die im Januar 1958 auch von der NBC aufgenommen wurde.<br \/>\nRudolf Mayreder heiratete am 26. August 1959 in Mariazell seine Verlobte Marianne. Mit Beginn der neuen Spielzeit \u00fcbernahm er an der Met die Rolle des Chamberlain im \u201eZigeunerbaron\u201c. Auch mit diesem St\u00fcck ging das Ensemble auf Tournee, unter anderem nach Dallas. Schlie\u00dflich sang Rudolf Mayreder ab der Spielzeit 1961 die Rolle des Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters in \u201eLa P\u00e9richole\u201c. Seinen Abschied von der B\u00fchne und vom Ensemble der Metropolitain Opera nahm Rudolf Mayreder am 21. Mai 1963 wiederum als Ambrogio im \u201eBarbier von Sevilla\u201c bei einem Gastspiel der Met in Detroit. Danach kehrte er f\u00fcr immer nach \u00d6sterreich zur\u00fcck und setzte sich zur Ruhe. Dass er Angestellter im Fotogesch\u00e4ft seines Stiefsohnes war, geh\u00f6rt zu den vielen unwahren Legenden, die im Umlauf sind.<br \/>\nRudolf Mayreder starb am 7. M\u00e4rz 1978 im Krankenhaus der nieder\u00f6sterreichischen Landeshauptstadt St. P\u00f6lten.<\/p>\n<p>Michael Hortig, \u00f6sterreichischer Schallplattensammler und Biograf von Rudolf Mayreder und Hans Rexeis, gestaltete im M\u00e4rz 2003 bei Radio Steiermark eine <a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=28#HORTIG\"><strong>Sendung \u00fcber Rudolf Mayreder und die Comedy Harmonists<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\" align=\"center\">\n<p style=\"text-align: center;\">Unter Verwendung von Nachl\u00e4ssen und <a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=30\" title=\"Literatur\"><strong>publizierten Quellen<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Broody &nbsp; Rudolf (\u201eRudi\u201c) MAYREDER &nbsp; * 25.10.1902 in Mariazell (\u00d6sterreich) \u2020 7.3.1978 in St. P\u00f6lten (\u00d6sterreich) &nbsp; Rudolf Mayreder war ein Gastwirtssohn aus Mariazell in der Obersteiermark. 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