{"id":795,"date":"2014-05-14T20:20:27","date_gmt":"2014-05-14T18:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=795"},"modified":"2019-03-04T21:49:57","modified_gmt":"2019-03-04T19:49:57","slug":"rudolf-zeller","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=795","title":{"rendered":"Rudolf Zeller"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Broody<\/strong><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h5>\n<p style=\"text-align: center;\">Rudolf ZELLER<\/h5>\n<\/p>\n<p><b>* 9.2.1911 in Gelsenkirchen<br \/>\n\u2020 11.3.1940 in Berlin<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nRudolf Zeller wurde am 9. Februar 1911 in Gelsenkirchen geboren. Vermutlich zogen seine Eltern nach Freiburg im Breisgau und Rudolf Zeller absolvierte dort eine musikalische Ausbildung bei dem Musikp\u00e4dagogen Erich Doflein und dem Komponisten und Pianisten Julius Weismann. Zeller wirkte danach als Pianist in Berlin. Offenbar war er mit einem eigenen Orchester bereits im Jahr 1935 Begleiter von Lale Andersen f\u00fcr deren erste Aufnahmen auf dem Label Grammophon. Von Zeller stammt die musikalische Illustration zu einem Film \u00fcber die Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen, hergestellt im Auftrag des Reichssportf\u00fchrers Hans von Tschammer und Osten. Zur Musik Zellers sind Maxi Herber und Ernst Baier zu sehen, mehrfache deutsche Meister, Europa- und Weltmeister im Paarlaufen und Olympiasieger von 1936. Im gleichen Jahr komponierte er den Titel \u201eDas Gest\u00e4ndnis\u201c, den Brigitte Horney mit einem Text von Hans Fritz Beckmann aufgenommen hat. Sp\u00e4ter war Rudolf Zeller Pianist in \u201eFredys Bar\u201c in der Bayreuther Stra\u00dfe in Berlin-Charlottenburg.<br \/>\nAb dem 10. November 1938 war er nach dem endg\u00fcltigen Weggang von Erwin Bootz Pianist des Meistersextetts und verdiente monatlich 700 Mark brutto. W\u00e4hrend dieser Zeit lebte Rudolf Zeller mit seiner Frau Anne, geborene Vollmer, und dem gemeinsamen Sohn Hans Rudolf in der Martin-Luther-Stra\u00dfe 5 in Berlin-Sch\u00f6neberg. Doch sein Engagement dauerte nur eine Saison. Immerhin wirkte er mit seinem eleganten, pr\u00e4zisen Spiel in dieser Zeit an mehreren Rundfunkauftritten sowie an knapp 80 Konzerten in ganz Deutschland, den Niederlanden und Italien mit, darunter auch einer Konzertreise auf dem KdF-Schiff \u201eRobert Ley\u201c. Am 11. Juli 1939 endete die Konzertsaison und damit das Engagement von Zeller mit dem letzten Auftritt des Meistersextetts im Theater am G\u00e4rtnerplatz in M\u00fcnchen. Neben einigen unver\u00f6ffentlichten Aufnahmen war Rudolf Zeller der Pianist bei den letzten zw\u00f6lf ver\u00f6ffentlichten Schallplattenaufnahmen des Meistersextetts, die er mit seinem eindr\u00fccklichen Stil h\u00f6rbar gepr\u00e4gt hat.<br \/>\nIm Mai 1939 geh\u00f6rte er zu den Mitunterzeichnern eines Geheimabkommens mit Fred Kassen, Ari Leschnikoff und Herbert Imlau, wonach sie ab Herbst desselben Jahres das Meistersextett ohne Robert Biberti betreiben wollten. Dies widersprach ihren Angestelltenvertr\u00e4gen, wonach sie sich bei Androhung einer Konventionalstrafe von 3000 RM verpflichtet hatten, <em>\u201ef\u00fcr die Dauer von f\u00fcnf Jahren nach Beendigung des Vertrages weder mit einem noch mit mehreren Mitwirkenden des Ensembles noch mit der im Ausland t\u00e4tigen Truppe ,Comedian Harmonists\u2018 k\u00fcnstlerische Darbietungen gleicher oder \u00e4hnlicher Art wie die des MEISTERSEXTETTS zu veranstalten\u201c<\/em>. In Unkenntnis der geheimen Absichten unterbreitete Biberti im Juli 1939 Zeller ein schriftliches Angebot, mit einer erh\u00f6hten Gage weiter beim Meistersextett mitzuwirken. Doch Zeller lehnte ab, weil ihm die dauernden Querelen innerhalb der Gruppe missfielen und er sich dort nur als \u201ebegleitender Nachahmer\u201c sah, denn die Arrangements wurden seit 1938 fast ausschlie\u00dflich von Siegfried Muchow und Bruno Seidler-Winkler besorgt.<br \/>\nRudolf Zeller bewarb sich zun\u00e4chst vergeblich f\u00fcr eine Festanstellung im \u201eKabarett der Komiker\u201c von Willi Schaeffers, schrieb aber als freischaffender Komponist Musik f\u00fcr dessen Programme. Hauptberuflich war Zeller wieder als Pianist in \u201eFredys Bar\u201c t\u00e4tig. W\u00e4hrend und nach seiner Zeit beim Meistersextett machte er auch Schallplattenaufnahmen f\u00fcr die Electrola, so das Potpourri \u201eSchlager-Bummel\u201c von Ende 1938 im Duett mit dem Pianisten Waldemar Luczkowski und die sp\u00e4tere zweiteilige Aufnahme \u201eRudolf Zeller spielt Benatzky-Melodien\u201c, bei der er mit Bass und Schlagzeug begleitet wird. Gemeinsam mit dem Texter Hans Fritz Beckmann schuf er die Titel \u201eZehn Uhr zehn\u201c und \u201eBaby, Du musst schlafen geh\u2019n\u201c.<br \/>\nRudolf Zeller starb v\u00f6llig unerwartet in der Nacht vom 10. zum 11. M\u00e4rz 1940 in seiner Wohnung in Berlin im Alter von 29 Jahren an einem Herzschlag. Er wurde in Freiburg im Breisgau beigesetzt, Frau und Sohn siedelten dorthin zu Zellers Eltern \u00fcber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"center\" size=\"2\" width=\"100%\">\n<p style=\"text-align: center;\">Unter Verwendung von Nachl\u00e4ssen und <a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=30\" title=\"Literatur\"><strong>publizierten Quellen<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Broody &nbsp; Rudolf ZELLER * 9.2.1911 in Gelsenkirchen \u2020 11.3.1940 in Berlin &nbsp; Rudolf Zeller wurde am 9. Februar 1911 in Gelsenkirchen geboren. 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