{"id":840,"date":"2014-06-19T23:56:30","date_gmt":"2014-06-19T21:56:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=840"},"modified":"2014-06-20T02:42:12","modified_gmt":"2014-06-20T00:42:12","slug":"die-humoresk-melodios","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/?page_id=840","title":{"rendered":"Humoresk Melodios"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Josef Westner<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<div id=\"attachment_842\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-842\" class=\"size-large wp-image-842\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM1-1024x570.jpg\" alt=\"Die Humoresk Melodios in ihrer ersten Besetzung im Berliner Wintergarten, v.l.n.r.: Fried Walter, Olaf Meitzner, Herbert Imlau, Erich Bergau und Werner R\u00f6ssler\" width=\"700\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM1-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM1-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM1.jpg 1246w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-842\" class=\"wp-caption-text\">Die Humoresk Melodios in ihrer ersten Besetzung im Berliner Wintergarten, v.l.n.r.: Fried Walter, Olaf Meitzner, Herbert Imlau, Erich Bergau und Werner R\u00f6ssler<\/p><\/div><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">F\u00fcnf Jungens in hellen Anz\u00fcgen<\/h3>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Der S\u00e4nger und Musikwissenschaftler Karsten Lehl schrieb 2007 in einem Programmheft der Gesangsgruppe ensemble six: \u201eMehr noch als die Jazz- und Swingbands der 20er und 30er Jahre sind die Vokalgruppen ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr einen Jugendkultur in Deutschland, die sich bewusst von den Werten der Eltern distanzierte. Nat\u00fcrlich bedeutete der Jazz damals ebenso den Untergang des Abendlandes wie der Rock\u2019n\u2019Roll in den 50ern, Punk in den 70ern oder, etwas sp\u00e4ter, der Rap. Doch dass diese \u201aNegermusik\u2019 nun noch in der Form eines Gesangsquartetts daherkam, einer Form, die wie keine andere die Gem\u00fctlichkeit der Kaiserzeit verk\u00f6rperte, das war nun doch zuviel. Auf den ersten Schallplatten der Revellers findet sich auch folgerichtig die Genrebezeichnung \u201aNegerquartett\u2019, obwohl die Herren allesamt hellh\u00e4utig und durchaus nicht mehr jugendlichen Alters waren. Schnell stellte sich der besondere Reiz des Genres f\u00fcr die Jugend heraus; schlie\u00dflich gab es in nahezu jedem b\u00fcrgerlichen Haushalt ein Klavier und dazu oftmals jemanden, der mehr oder weniger ordentlich darauf spielen konnte. Und singen konnte man ja auch zun\u00e4chst einmal ohne die jahrelange gr\u00fcndliche Ausbildung, die ein Instrument zumeist erforderte. Und wenn das Klavier nicht zur Verf\u00fcgung stand, dann nahm man eben die leicht verstaubte Wandervogel-Gitarre; oder man sang einfach so. So wie im Kielwasser der Beatles eine Flut von Rockbands aller Alters- und Qualit\u00e4tsstufen \u00fcber Deutschland rollte, so wurde in den 30er Jahren gesungen. Nahezu alle, vom klassisch ausgebildeten Berufsquartett \u00fcber instrumentale Seiteneinsteiger bis hin zur Sch\u00fclergruppe, waren dabei. \u00dcber lange Jahre waren die Comedian Harmonists Ziel und Ma\u00dfgabe f\u00fcr die Freunde der Vokalmusik. Nicht zuletzt durch die geschickte \u00d6ffentlichkeitsarbeit Robert Bibertis und die rege Unterst\u00fctzung der Plattenfirma wirkt es heute geradezu so, als seien sie die einzigen Vertreter ihres Faches gewesen. Und obgleich die Harmonists ihre herausragende Position behaupten konnten, kamen ihnen einige Gruppe doch recht nahe\u201c. Die Humoresk Melodios geh\u00f6rten in genau diese Kategorie \u2013 sie kamen den gro\u00dfen Vorbildern nahe, ohne blo\u00dfe Epigonen zu bleiben, sie versuchten sich an einem etablierten Stil, ohne selbst zu Nachahmern zu verkommen, sie sangen in einer modernen Art, ohne Opfer ihrer Zeit zu werden. \u201eWo sonst h\u00e4tten ein Halbjude und ein Mitglied der SS kollegial zusammenarbeiten k\u00f6nnen, wie es zeitweise bei den \u201aHumoresk Melodios\u2019 der Fall war?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Als die Trennung der Fidelios Ende 1933 abzusehen war, machte sich der Manager Bernt Komm im Auftrag dreier Fidelios auf die Suche nach geeignetem Ersatz f\u00fcr ihre Kollegen. Fried Walter notierte dazu in seinem Tagebuch: \u201eIch erhielt von Bernt Komm eine Karte, er h\u00e4tte meine Adresse durch den Musikernachweis. Er sucht einen Pianisten und Arrangeur f\u00fcr sein M\u00e4nner-Quartett, benannt \u201aDie Fidelios\u2019. Ich ging gleich zu ihm hin und spielte vor. Er behielt sich aber eine Entscheidung vor, da das Quartett noch in Holland sei.\u201d Die Phase, in der die neue Formation zusammenfand, war keine leichte, wie Fried Walter weiter erz\u00e4hlte und damit einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und den Stil des Ensembles gew\u00e4hrte: \u201eInzwischen war ich von den Fidelios begeistert als Pianist in ihren Kreis aufgenommen worden. Nun war ich wieder bei diesem Gebiet angelangt, Schlagerarrangements. Meine Erfahrungen durch die Comedian Harmonists u. die Frauenduette kamen mir zustatten. Auch machte es mir Freude, war ich doch vorl\u00e4ufig aus den schlimmsten Sorgen heraus. Mit Feuereifer machte ich mich an die Arbeit und arrangierte:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">30.12.<\/td>\n<td width=\"70%\">Teemusik<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">31.12.<\/td>\n<td width=\"70%\">Es ist so s\u00fc\u00df, zum 1. Mal zu lieben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">1.1.<\/td>\n<td width=\"70%\">Bitte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">1.1.<\/td>\n<td width=\"70%\">Husarenmarsch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">1.1.<\/td>\n<td width=\"70%\">Dreamy Honolulu<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">2.1.<\/td>\n<td width=\"70%\">O sole mio<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"10%\">2.1.<\/td>\n<td width=\"70%\">Liebe, das ist die Sonne<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<br \/>\nDiese Arbeit h\u00e4tte ich mir sparen k\u00f6nnen, denn sie entsprach nicht den Prinzipien der S\u00e4nger. Sie wollten wie die Comedian Harmonists alles im Tempo durchsingen und nichts verz\u00f6gern, auch sollte m\u00f6glichst viel 4stimmig gesungen werden und die Melodie nicht in kleine Teile durch abwechselnde Solis aufgeteilt werden. In der Folge mu\u00dfte ich viel Dem\u00fctigungen ertragen, denn die S\u00e4nger waren fast alle eben erst von der Schule herunter, also sehr jung, eine Ausbildung als S\u00e4nger hatten sie \u00fcberhaupt nicht, die musikalische Ausbildung war sehr mangelhaft. Daf\u00fcr hatten sie aber Sinn f\u00fcr Rhythmus und Humor. Auch mu\u00dfte so arrangiert werden, da\u00df die Nummern b\u00fchnenwirksam waren und da wurde dann stundenlang diskutiert, geprobt und herumgealbert. Zwar staunten sie \u00fcber mein musikalisches K\u00f6nnen und das Klavierspiel, doch behandelten sie mich keineswegs schonend. Kurz, meine arrangierten Lieder waren f\u00fcr sie nicht geeignet. Ich mu\u00dfte jetzt erst mal ihr bisheriges Repertoire aus Stimmen, verschmierten Gesangspartituren etc. lernen, wie fr\u00fcher bei den Comedian Harmonists existierte keine Klavierstimme, die mu\u00dfte ich mir selber machen, was mir ja nicht schwer fiel. Warum sie mich aber \u00fcberhaupt geholt hatten, lag daran, da\u00df sie sich mit ihrem fr\u00fcheren Pianisten, ein Herr Doege, \u00fcberworfen hatten. Der 2. Tenor war auf Doeges Seite, ein Herr Leuschner. Man hatte also beschlossen, diese beiden abzuh\u00e4ngen, auch waren sie nicht gut genug. So kam man auf mich. Ich war gerade der richtige, konnte alles, was sie brauchten, und war noch jung. Ich empfahl ihnen, statt eines 2. Tenors eine richtigen Bariton zu suchen. Dieser wurde bald in Herbert Imlau gefunden\u201c.<\/p>\n<p>Das neu formierte Ensemble bestand nun aus Olaf Meitzner (1. Tenor), Erich Bergau (2. Tenor), Imlau (Bariton), Werner R\u00f6ssler (Bass) und Walter (Piano). \u00dcber das musikalische Talent des neuen Pianisten freuten sich die Kollegen zurecht, war Fried Walter doch Sch\u00fcler von Arnold Sch\u00f6nberg gewesen und hatte noch dazu \u2013 wenn auch nur aushilfsweise \u2013 die Comedian Harmonists begleitet. Ihren ersten Auftritt gab die Gruppe wohl noch unter dem Namen Fidelios am 13. Januar 1934 in Stettin. \u201eInzwischen [haben] Werner Doege und Wolfgang Leuschner [ehemals Pianist, bzw. 2. Tenor der Fidelios] eine amtliche Verf\u00fcgung erwirkt, wonach wir das alte Repertoire nicht bringen d\u00fcrfen und die Nummer nicht Fidelios hei\u00dfen darf. Auch sie haben sich andere Gef\u00e4hrten gesucht und gefunden. Schlie\u00dflich kommt es zum Prozess, der zum Teil komisch verl\u00e4uft. Der Richter sagt, h\u00e4tten wir hier ein Klavier, w\u00fcrden wir ein Wettsingen veranstalten. Die [alten] Arrangements werden vom Gericht verteilt, z.B. Partei Komm erh\u00e4lt die blonde Kathrein, Partei Doege So meschugge usw. Schlie\u00dflich wird bestimmt, da\u00df beide Parteien den Namen \u201aDie Fidelios\u2019 nicht f\u00fchren d\u00fcrfen\u201d, so Fried Walter in seinen pers\u00f6nlichen Aufzeichnungen.<\/p>\n<p>Als Humoresk Melodios war die \u201ePartei Komm\u201d im Februar 1934 im Berliner \u201eWintergarten\u201d zu erleben, doch die neuen Lieder kamen laut den Notizen des Pianisten bei der Direktion ebenso wenig an wie beim Publikum: \u201eAls wir nun im Wintergarten Hauptprobe haben, ist der Direktor entsetzt, da\u00df die Jungens nicht die alten lustigen St\u00fccke singen, in denen er sie geh\u00f6rt hatte. Aber diese d\u00fcrfen [wir] vorl\u00e4ufig noch nicht bringen, das Gericht hat die letzte Entscheidung noch nicht ausgesprochen. Die Premiere wird denn auch ein Durchfall. Auch standen die sonst so beweglichen Jungens auf der B\u00fchne wie die Weihnachtsm\u00e4nner. \u2013 Der Direktor lehnt das Programm \u201aWir ziehen durch die Heimat\u2019, \u201aAllein kann man nicht gl\u00fccklich sein\u2019 und \u201aUns geht\u2019s immer fabelhaft\u2019 ab, wir singen trotz gerichtlicher Verf\u00fcgung das alte Repertoire. Der Start aber ist verdorben, bekommen einen schlechten Platz im Programm (No. 3) und es wird keine reine Freude.\u201c Trotz der unbefriedigenden Leistung wurde der Auftritt der Humoresk Melodios auf der Hinterb\u00fchne des \u201eWintergartens\u201d f\u00fcr eine Rundfunkreportage aufgezeichnet \u2013 der Erfolg stellte sich langsam, aber umso beeindruckender ein.<\/p>\n<p>Bereits im M\u00e4rz absolvierte das Ensemble seinen ersten Filmauftritt in \u201eFreut euch des Lebens\u201d. In dem noch heute erhaltenen Streifen mit Dorit Kreisler, Wolfgang Liebeneiner, Ida W\u00fcst und Leo Slezak singen sie \u201eEin wenig Leichtsinn kann nicht schaden\u201d und sind in einer kurzen Szene in Nahaufnahmen als Jodler zu sehen. Nach einem Engagement bei der holl\u00e4ndischen Rundfunkgesellschaft AVRO in Hilversum, standen die Humoresk Melodios Ostern 1934 in Dresden auf der B\u00fchne. In Halle folgte ein f\u00fcr Herbert Imlau \u00e4u\u00dferst peinlicher Auftritt, da seine Eltern, die ihm sein klassisches Gesangsstudium mitfinanziert hatten, von seinem Konzert mit der auf U-Musik getrimmten Vokalgruppe alles andere als angetan waren. Nach zwei Rundfunkauftritten im Mai 1934 schied Herbert Imlau infolge eines Streits mit Olaf Meitzner aus der Gruppe aus. \u201eEr jammerte immer, dass er als studierter Bariton doch nicht solche Unterhaltungsmusik machen k\u00f6nne, da hab\u2019 ich ihm gesagt: Wenn\u2019s dir nicht passt, dann geh doch!\u201d, so Meitzner r\u00fcckblickend. Die Suche nach einem ad\u00e4quaten Ersatz erwies sich als ausgesprochen schwierig, wie Fried Walter niederschrieb: \u201eOlaf wollte jetzt Bariton singen (das Falsett-Tenor-Singen hielt er auf die Dauer nicht durch) und wir mu\u00dften einen hohen Tenor suchen. Dieser wurde in Alfred Thomas gefunden. Olaf war begeistert, hat der doch eine enorme H\u00f6he. Nun ging alles wieder von vorne los. Thomas mu\u00dfte eingelernt werden. Alle St\u00fccke wurden bis zum Erbrechen t\u00e4glich viele Stunden probiert. Thomas konnte keine Note lesen und war denkbar unmusikalisch. Wenn er z.B. mit der Note c eine Phrase beendet hatte, war es ihm nach einigen Zwischentakten oder auch ohne Zwischentake unm\u00f6glich, mit der Note c wieder anzufangen. Ich mu\u00dfte darauf z.T. die Arrangements \u00e4ndern, rhythmische Begleitfiguren konnte man von ihm nur ausnahmsweise verlangen. Es war eine Sau-Arbeit. Aber zum 1. Juli musste das Programm stehen, Komm hatte eine Ostseeb\u00e4der-Tournee arrangiert, wo wir zusammen mit Heddy Peter und Valerian Schumakoff eigene Abende geben sollten.\u201d<\/p>\n<div id=\"attachment_843\" style=\"width: 998px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-843\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM2.jpg\" alt=\"Mit neuem 1. Tenor \u2013 v.l.n.r.: Alfred Thomas, Bergau, Walter, Meitzner und R\u00f6ssler\" width=\"988\" height=\"831\" class=\"size-full wp-image-843\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM2.jpg 988w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM2-300x252.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 988px) 100vw, 988px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-843\" class=\"wp-caption-text\">Mit neuem 1. Tenor \u2013 v.l.n.r.: Alfred Thomas, Bergau, Walter, Meitzner und R\u00f6ssler<\/p><\/div>\n<p>Die pessimistischen Einsch\u00e4tzungen Walters im Bezug auf den neuen Mann im Ensemble \u00fcberraschen \u2013 auf Plattenaufnahmen ist von technischen Schwierigkeiten nichts zu h\u00f6ren, im Gegenteil: Alfred Thomas beweist sich als einer der wenigen exzellenten deutschen Counterten\u00f6re dieser Zeit. Wom\u00f6glich hatte er einen geduldigen und hilfreichen Lehrer in Walter gefunden, der im \u00fcbrigen die gesamte Gruppe absch\u00e4tzig beurteilte: \u201eDas ganze Quartett geh\u00f6rt eigentlich als musikalisches Curiosum in ein Museum. Da jeder nur 5 einigerma\u00dfen klingende T\u00f6ne hat und das \u00fcbrige mit \u201aUmschalten\u2019 gemacht werden mu\u00df, kommt die ulkigste Satzweise zustande. Ich habe z.B. einen Satz, da sind die Stimmen folgenderma\u00dfen verteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Erich (Tenor) &#8211; Mittellage Melodie<\/li>\n<li>Olaf (Bariton) &#8211; dar\u00fcber \u201aEffekte\u2019<\/li>\n<li>Kiesi [Spitzname von Werner R\u00f6ssler] (Ba\u00df) &#8211; unter Erich \u201aEffekte\u2019<\/li>\n<li>Alfred (1.Tenor) &#8211; unter Kiesi Nebenstimme.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So mu\u00df ich balancieren. Doch klingt es oft sogar h\u00fcbsch (siehe Platten). Der B\u00fchnenerfolg beruht auf der jugendfrischen Beweglichkeit, auf Humor, auf Rhythmus etc. Das Proben ist aber eine Qual, sie wollen alles besser wissen, es wird herumexperimentiert, wieder verworfen u.s.w. und es dauert oft 1 Stunde, ehe wir 8 Takte k\u00f6nnen!\u201c Was Fried Walter aus der Sicht des ernsten Musikers als Qual empfindet, war vermutlich entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Ensembles, dessen Aufnahmen heute zu den besten dieses Genres z\u00e4hlen: Der kreative Schwung f\u00fcnf gleichberechtigter Mitglieder, das \u00fcberpenible Training kleinster Phrasen, die intensive Auseinandersetzung mit der B\u00fchnenwirksamkeit kamen einem Perfektionismus gleich, wie ihn kaum eine andere Vokalgruppe jener Zeit erreicht haben d\u00fcrfte. Dass die S\u00e4nger \u2013 wie Walter eindringlich erkl\u00e4rt \u2013 stimmliche Schw\u00e4chen hatten, ist auf den erhaltenen Einspielungen auch deshalb nicht wahrzunehmen, weil sie in ihrem Arrangeur einen intelligenten Musikstrategen gefunden hatten, der ihnen die jeweiligen S\u00e4tze geradezu auf den Leib schneiderte.<\/p>\n<p>Zu den musikalischen Aspekten kam zweifellos eine enorme B\u00fchnenwirksamkeit, die in unz\u00e4hligen Kritiken von der Reichshauptstadt bis in die Provinz dokumentiert wurde: \u201eUnd nun w\u00e4re etwas \u00fcber die Nummer zu sagen, die allein schon den Besuch dieses Programms rechtfertigt. Deutschlands bestes Kunstgesang-Ensemble \u2013 so steht\u2019s gedruckt im Programm: Die f\u00fcnf Humoresk Melodios sind junge Burschen. Wie sie aussehen, so singen und spielen sie auch: unbelastet von Problemen, ohne den Ehrgeiz, f\u00fcr hervorragende K\u00fcnstler gehalten zu werden. Doch sie sind welche, auch wenn sie in einem andern Stockwerk des gro\u00dfen Hauses der Gesangskunst wohnen als jene, die den eleganten Zeitschriften Interviews gew\u00e4hren. Sie stellen sich in eine Reihe und singen sich eins. Und dann sind sie froh und machen beim Singen ein bi\u00dfchen Unfug. Und dann freuen sie sich \u00fcber beides, den Gesang und den Unfug. Da m\u00f6chte man gleich mitmachen aus lauter Freude an diesen sch\u00f6nen Spielereien. Immer und immer wieder werden sie von begeistert klatschenden Zuh\u00f6rern hervorgeholt und st\u00fcrmisch gebeten, noch ein wenig oben zu bleiben. Und sie w\u00fc\u00dften nicht, was sie lieber t\u00e4ten. Fabelhafte Jungen!\u201c Allein die Auff\u00fchrung von \u201eAuf einem persischen Markt\u201c, das Fried Walter nach dem Einstieg des neuen Tenor f\u00fcr die Gruppe setzte und das f\u00fcr diese zu einer Art Erkennungsmelodie werden sollte, wurde allerorts begeistert aufgenommen und in einer ganzen Reihe von Fotografien festgehalten. Es ist vielleicht gar nicht \u00fcberraschend, dass von diesem langj\u00e4hrigen Erfolgsst\u00fcck keine Platteneinspielung gemacht wurde: Die Wirksamkeit des Titels d\u00fcrfte weniger auf herausragender musikalischer G\u00fcte als auf mimischer und gestischer Interpretation beruht haben \u2013 und die lie\u00df sich auf Schellack nun einmal schwer festhalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_844\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-844\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM3-1024x741.jpg\" alt=\"Ein Standfoto der legend\u00e4ren Interpretation von Ketelbys \u201eAuf einem Persischen Markt\u201c\" width=\"700\" height=\"506\" class=\"size-large wp-image-844\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM3-1024x741.jpg 1024w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM3-300x217.jpg 300w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM3.jpg 1122w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-844\" class=\"wp-caption-text\">Ein Standfoto der legend\u00e4ren Interpretation von Ketelbys \u201eAuf einem Persischen Markt\u201c<\/p><\/div>\n<p>In den Sommermonaten 1934 trat die Gruppe wie geplant auf \u2013 unter anderem in Rewahl, Ahlbeck, Heringsdorf und Danzig. In Binz trafen die S\u00e4nger am 26. Juli mit ihren ehemaligen Fidelios-Kollegen zusammen, die ihnen nun als \u201eMelodisten\u201d Konkurrenz machten. Die durch den Tod des Reichspr\u00e4sidenten Hindenburg und die damit verbundene Volkstrauer unterbrochene Ostseeb\u00e4der-Tournee endete am 23. August in Swinem\u00fcnde. Anfang September standen die Humoresk Melodios f\u00fcr den Kurztonfilm \u201eDie rosarote Brille\u201d vor der Kamera. Von diesem Erlebnis berichtete Fried Walter begeistert: \u201eMontag, 5 Uhr aufstehen, \u00bd 8 in Babelsberg. Ufa. Als wir im Atelier unser Arrangement \u201aEinmal durch das Leben\u2019 von Werner Bochmann vorsangen, kam gleich alles zum Fl\u00fcgel gestr\u00f6mt, so war man begeistert. Es wird das ganze Arrangement aufgenommen, sogar zweimal, im Vorspann und in der Szene als St\u00e4ndchen. Die Jungens werden als \u201aMieter des Hauses\u2019 auf alt und komisch zurechtgemacht. Zusammen mit einem Gitarristen begleite ich das St\u00e4ndchen. Alles klappt gro\u00dfartig. Erich und Alfred haben noch eine Drehtag im Au\u00dfengel\u00e4nde, wo sie aus dem Hausfenster herausschreien m\u00fcssen.\u201d<\/p>\n<p>Von den Dreharbeiten zu diesem Film, von dem heute meines Wissen nicht mehr als ein Foto erhalten ist, berichtete Bernt Komm in der Folgezeit mehrfach in Programmheften. Inwieweit der Text des Managers der Humoresk Melodios der Realit\u00e4t entsprach oder als Marketingstrategie dazu diente, das Image der \u201eneugierigen Jungens\u201d zu pflegen, mag der Leser selbst entscheiden: \u201eUfa-Atelier. Neu-Babelsberg. Morgens 9 Uhr. F\u00fcnf Jungens in hellen Anz\u00fcgen, die Blondk\u00f6pfe keck in den Nacken geworfen, die strahlenden Blauaugen erwartungsvoll nach allen Seiten blitzend, so stehen sie im Atelier, die Zauberwelt des Films erwartend, die sich ihnen hier offenbaren soll. Hans Deppe begr\u00fc\u00dft die Jungens liebensw\u00fcrdig und schickt sie zur Garderobe, um sie f\u00fcr die Aufnahme zurechtmachen zu lassen. Ein tolles Gel\u00e4chter begr\u00fc\u00dft bei ihrer R\u00fcckkehr ins Atelier die f\u00fcnf Jungens. Das Drehbuch hat es vorgeschrieben, aus ihnen ehrsame, graumelierte biedere B\u00fcrger in schwarzen Bratenr\u00f6cken zu machen. Per\u00fccke, Spitzbart, Kneifer, Brille und sonstige Utensilien erzielten ein so komisches Aussehen, da\u00df, als sie im Gegensatz zu ihrem \u00c4u\u00dferen in ihrer modernen Art nun zu singen begannen:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201aEinmal nur im Leben \u2013<br \/>\nWie im Traume schweben \u2013 \u2013\u2019<\/em><\/p>\n<p>sie damit eine so originelle Wirkung erzielten, da\u00df alle, bis zum letzten B\u00fchnenarbeiter, f\u00fcr einen Moment ihre Pflicht verga\u00dfen und belustigt zuh\u00f6rten. Hans Deppe, der Regisseur, kommandierte in seiner netten Art \u201aalle wieder auf ihre Pl\u00e4tze\u2019, und die ernste Arbeit begann, Szene um Szene entstand. F\u00fcr die Jungens war eine kurze Drehpause angesetzt. Naseweis und wi\u00dfbegierig, wie Jungens nun einmal sind, pilgerten sie von Atelier zu Atelier. Willy Fritsch, Paul Kemp und K\u00e4the von Nagy drehen Turandot und, o Schreck, wer erscheint pl\u00f6tzlich in der Szenerie? Unsere ehrsamen B\u00fcrger \u2013 und stellten somit eine heillos Verwirrung an. Erschreckt fl\u00fcchteten sie und liefen Ida W\u00fcst in die Arme, die gerade eine Szene aus \u201aLiebe und die erste Eisenbahn\u2019 drehte. Auch dort wieder ein Durcheinander, jedoch Ida W\u00fcst in ihre charmanten Art beherrschte die Situation vollkommen und begr\u00fc\u00dfte die Jungens als \u201aalte Bekannte\u2019 aufs herzlichste. Sie anerkannte den Wissensdrang der Jungens und f\u00fchrte sie zu Viktor de Kowa und Jessie Vihrog, die mit den Aufnahmen zu \u201aLockv\u00f6gel\u2019 besch\u00e4ftigt waren. Anschlie\u00dfend hatten sie noch Gelegenheit, Theo Lingen in einer seiner lustigen Szenen beobachten zu k\u00f6nnen. Theo Lingen, der in einer Gartenszene einen seiner Partner mit einer Wasserspritze in Schach zu halten hatte, sah die f\u00fcnf neugierigen komischen Gestalten, und ehe sie wu\u00dften, wie ihnen geschah, waren sie von ihm getauft. In diesem Moment wurden sie von ihrem Hilfsregisseur, der sie schon \u00fcberall gesucht hatte, entdeckt und zur\u00fcck gings ins Atelier zur n\u00e4chsten Aufnahme. Abends fuhren sie mit ihrem Wagen wieder zur\u00fcck nach Berlin und leise summten sie vor sich hin:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201aEinmal nur im Leben \u2013<br \/>\nWie im Traume schweben \u2013 \u2013\u2019\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit dieser Imagekampagne entstanden im September 1934 auch die blauwei\u00dfen Anz\u00fcge der Humoresk Melodios, die sie zum Markenzeichen w\u00e4hlten, um sich auch optisch von der Konkurrenz \u2013 insbesondere den Melodisten \u2013 abzusetzen. Den ersten Auftritt in seiner neuen B\u00fchnenkleidung absolvierte das Ensemble bei einem Engagement im \u201eRegina-Cabaret\u201d in Dresden in der ersten Oktoberh\u00e4lfte, wo es auch zu einem blamablen Auftritt f\u00fcr den \u00fcbereifrigen Fried Walter kam, wie er selbst berichtete: \u201eEines Abends irre ich mich vor unserem Auftritt im Tusch der Kapelle. Im Glauben, es sei unser Tusch, trete ich auf. Da ich immer als \u201aErster\u2019 rausgehe, merke ich aber nicht, da\u00df die anderen nicht hinterherkommen, stehe allein auf dem Parkett, verbeuge mich und gehe auf der anderen Seite wieder ab. Gro\u00dfes Gel\u00e4chter! \u2013 (Es war der \u201aApplaus-Tusch\u2019 f\u00fcr den Conf\u00e9rencier gewesen.)\u201d Nach Gastspielen in Freiberg und Dresden waren die Humoresk Melodios im November 1934 in den \u201eSchneider-Duncker-K\u00fcnstlerspielen\u201d im Uhland-Eck am Berliner Kurf\u00fcrstendamm engagiert. Nebenbei wirkten sie auch bei verschiedenen Rundfunksendungen mit, so zum Beispiel zusammen mit Erna Sack, Walter Ludwig, Grethe Weiser und dem Orchester Hans Bund bei einer Matinee im \u201eWintergarten\u201d. Im Dezember 1934 folgten Gastspiele in Apolda, Weimar, Zeitz, Zwickau und Erfurt.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen des Jahres 1935 wurde ein Engagement der Humoresk Melodios in Werdau zu einem so gro\u00dfen Erfolg, dass es Fried Walter eine besondere (und tiefsch\u00fcrfende) Erw\u00e4hnung wert war: \u201eUnser Auftreten bedeutete f\u00fcr Werdau eine Sensation. Alle Vorstellungen waren derartig voll, da\u00df man sogar unsere St\u00fchle aus der Garderobe wegholen mu\u00dfte, ja sogar am Gang standen die Leute, Sanit\u00e4ter und Polizei waren zur Stelle. Seit drei Jahren w\u00e4re das Haus nicht so voll gewesen. Die Direktion lud uns privat ein und zeigte sich denkbar erkenntlich. Wir spielen mit den T\u00f6chtern der Direktoren Tisch-Tennis und andere Spiele. Es gab Spazierg\u00e4nge in die Umgebung. Ein Interview fand statt usw. Soviel Theater hat man um uns noch nirgends gemacht.\u201d<br \/>\nDie Aufzeichnungen Walters bieten in diesem Zusammenhang die einmalige Chance, auch die finanziellen Eink\u00fcnfte eines Gesangsensembles zu pr\u00e4sentieren, das man im heutigen Sprachgebrauch \u2013 trotz der musikalischen Vorz\u00fcge \u2013 wohl bestenfalls zu den B-Promis z\u00e4hlen w\u00fcrde. F\u00fcr den Januar 1935 listet der Pianist auf:<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table border=\"0\" width=\"80%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"15%\">1.-6.<\/td>\n<td width=\"35%\">Werdau, Sachsen<\/td>\n<td width=\"30%\">Kino<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">100 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">7.-10.<\/td>\n<td width=\"35%\">Zwickau<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">68 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">11.-14.<\/td>\n<td width=\"35%\">Wei\u00dfenfels<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">60 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">15.-17.<\/td>\n<td width=\"35%\">Jena<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">48 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">18.-24.<\/td>\n<td width=\"35%\">Gera<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">64 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">26.<\/td>\n<td width=\"35%\">Weimar, Funkabend<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">60 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\">27.-31.<\/td>\n<td width=\"35%\">Leipzig, Kino am Zoo<\/td>\n<td width=\"30%\">\u2019\u2019<\/td>\n<td style=\"text-align:center\" width=\"20%\">85 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"15%\"><\/td>\n<td width=\"35%\"><\/td>\n<td width=\"30%\"><\/td>\n<td style=\"text-align:center; border-top:medium solid\" width=\"20%\">585 &#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<br \/>\nVon den Einnahmen gehen die Spesen und Steuern ab, die Reise- und Hotelkosten usw.\u201c<\/p>\n<p>Ganz zufrieden scheint Walter angesichts der Schlussbemerkung mit den Einnahmen also nicht gewesen zu sein (zumal er sich in der Summe auch noch um 100 Mark verrechnet).<\/p>\n<p>Neben Schallplattenaufnahmen fanden in den n\u00e4chsten Monaten weitere Auftritte in ganz Deutschland statt \u2013 in Leipzig und Weimar, in M\u00fcnchen und Chemnitz, in D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln. Am 1. Juni 1935 starteten die Humoresk Melodios von Frankfurt am Main aus eine Tournee per Bus, die von der nationalsozialistischen Freizeitorganisation \u201eKraft durch Freude\u201d organisiert wurde. Im Rahmen der Tournee trat das Ensemble in Limburg an der Lahn, Elz, Offenbach, Gelnhausen, Gie\u00dfen, Wetzlar, Darmstadt, Egelsbach und schlie\u00dflich in Oberursel auf, wo Werner R\u00f6ssler am 11. Juni ein folgenschweres Malheur passierte, das im folgenden Wortlaut ebenfalls den Notizen Walters entnommen ist: \u201eWir waren sehr fr\u00fch angekommen und nutzten die Zeit vor der Vorstellung zum Proben aus. Inzwischen wurde es aber etwas dunkel und wir konnten die Noten schlecht erkennen. Wir entschlossen uns, das Klavier ans Fenster zu schieben. Dabei ging Kiesi aber so wild vor, da\u00df das Klavier umkippte und ihm direkt aufs Bein fiel. Katastrophe. Wir wollen nicht auftreten. Doch schlie\u00dflich sagt Kiesi, im Sitzen w\u00fcrde es gehen. Also wurde er auf einem Lehnstuhl auf die B\u00fchne gesetzt und die anderen gruppierten sich darum, stehend wie auf einem Konfirmanden-Foto.\u201d Olaf Meitzner erz\u00e4hlte dazu: \u201eFried Walter, der uns nun aus dem Orchestergraben begleiten musste, da das andere Klavier nicht mehr zu gebrauchen war, hat Tr\u00e4nen gelacht, vor allem bei Werners Solo von \u201aIch bin ein armer kleiner Musikant\u2019, das er mit schmerzverzerrtem Gesicht sang.\u201d Werner R\u00f6ssler \u201emusste in ein Krankenhaus in Frankfurt. Aber nicht genug. Kaum hatten wir uns entschlossen, als Gesangstrio weiterzumachen, und schon geprobt, erkrankt pl\u00f6tzlich Olaf (Nierengeschichte, das Wasser war schon in den Beinen). Wir absolvierten zur Not die Vorstellung und Olaf fuhr von Bernt begleitet mit dem Nachtzug nach Berlin. Nun blieben von dem Quartett 2 S\u00e4nger \u00fcbrig und ich. Was nun? Wir mussten nach Hause fahren\u201d, so Fried Walter am 12. Juni nach einem Auftritt in Mainz.<\/p>\n<div id=\"attachment_845\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-845\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM4-1024x693.jpg\" alt=\"\u201eIch wollt\u2019, ich w\u00e4r\u2019 ein Huhn\u201c mit Siegfried Schulz am Fl\u00fcgel im Kristall-Palast Leipzig, November 1936\" width=\"700\" height=\"473\" class=\"size-large wp-image-845\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM4-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM4-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM4.jpg 1113w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-845\" class=\"wp-caption-text\">\u201eIch wollt\u2019, ich w\u00e4r\u2019 ein Huhn\u201c mit Siegfried Schulz am Fl\u00fcgel im Kristall-Palast Leipzig, November 1936<\/p><\/div>\n<p>Die finanzielle Durstrecke der n\u00e4chsten Monate konnte Fried Walter nicht mitmachen. Der Pianist verlie\u00df das Ensemble allerdings nicht nur aus finanziellen Gr\u00fcnden: Er wollte endlich seine ganze Energie der ernsten Musik und seinen Entw\u00fcrfen f\u00fcr eine Oper widmen. F\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre fehlen damit auch die ausf\u00fchrlichen Tagebuchaufzeichnungen, was die Rekonstruktion der Gruppenhistorie in dieser Zeit deutlich erschwert. Als im Herbst 1935 die Genesung von Werner R\u00f6ssler und Olaf Meitzner soweit vorangeschritten war, dass man wieder proben konnte, stie\u00df als Pianist und Arrangeur Siegfried Schulz zur Gruppe. Noch im Oktober 1935 entstanden erste Schallplatten mit dem neuen Begleiter, der erste belegbare Auftritt in der neuen Besetzung fand in der zweiten Februar-H\u00e4lfte 1936 in Stuttgart statt. Es folgten unter anderem Vorstellungen in Hamburg, Breslau, Hannover, N\u00fcrnberg, Dresden und Krefeld. Von einem Konzert in Auerbach \u2013 wahrscheinlich Anfang 1937 \u2013 stammt eine der wenigen Kritiken, in der der \u201eundeutsche\u201d Name des Vokalensembles, noch dazu fehlerhaft wiedergegeben, bem\u00e4ngelt wurde: \u201eDa erscheinen im Laufschritt f\u00fcnf nett angezogene und wie aus dem Ei gepellt aussehende frische Jungen im Lichtspieltheater, der Scheinwerfer flammt auf, und schon sind wir in ihrem Banne. Wir vergleichen sie nicht mit einem Quartett aus irgendeinem Gesangverein oder einem noch so ber\u00fchmten Soloquartett. Das geht einfach nicht; denn ihr Gesang, ihr Vortrag und schlie\u00dflich auch ihr k\u00fcnstlerisches Wollen ist etwas ganz Anderes. Oder kann man es sich vorstellen: im feierlichen dunklen Rock oder Smoking vier S\u00e4nger, gut geschult. stimmbegabt \u2013 und Schlager singen und vortragen, Tondichtungen parodieren usw. \u2013? Das ist nicht denkbar! Und deshalb nimmt einen schon das \u00c4u\u00dfere der reschen, rankgewachsenen Jungen gefangen. Schon der erste Schlager \u201avon dem armen Musikanten\u2019 ist ein Erfolg, der freilich \u2013 trotz des abwechslungsvollen Vortrags \u2013 mit dem zweiten, dem abgedroschenen \u201aRegentropfen\u2019-Singsang abgeschw\u00e4cht wird. Zwar fehlt der Beifall nicht, aber er ist bedeutend kr\u00e4ftiger und herzlicher bei dem Lehar-Potpourri \u201aSch\u00f6n ist die Welt\u2019, das einmal beliebte Melodien aus Lehars Schaffen bringt und zum anderen alle vier S\u00e4nger als Solisten zeigt. Lustig und fidel ist dann der \u201aRumtata\u2019, bei dem die S\u00e4nger mit meisterlichem Geschick den Schlager bis in seine kleinsten Finessen aussch\u00f6pfen. Jubelnder, nicht endenwollender Beifall holt die schon abziehenden wieder hinauf auf das Podium. Als Zugabe folgt schlie\u00dflich die k\u00f6stliche Parodie des Ketelby\u2019schen Schmachtst\u00fcckes \u201aAuf einem persischen Markt\u2019. Ein Humor mit drolliger Komik gepaart zeigt sich hier, wie wir ihn selten sahen. Und das volle Haus dankte mit st\u00fcrmischer Heiterkeit und reichstem Beifall f\u00fcr die leider zu wenigen Gaben, die ihnen die Melodios Humoresks \u2013 warum gibt es daf\u00fcr keinen guten deutschen Namen, bei soviel echtem deutschen Humor?! \u2013 bei ihrem diesmaligen, so freudig begr\u00fc\u00dften Besuch in Auerbach schenkten.\u201d<\/p>\n<p>Nach einem Gastspiel in K\u00f6nigsberg am 10. April 1937 folgte aus bisher ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden ein mehrmonatige Pause, w\u00e4hrend der sich die Mitglieder durch verschiedenste Engagements finanziell \u00fcber Wasser hielten. So wirkte Olaf Meitzner als Schauspieler oder Sprecher an Filmen mit, w\u00e4hrend Erich Bergau Gastauftritte in verschiedenen Revuen gab. Als die Humoresk Melodios ab 2. November 1937 im Rahmen der Revue \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d im \u201eApollo-Theater\u201d in N\u00fcrnberg zu sehen waren, stand neben Siegfried Schulz nur noch ein Gesangstrio bestehend aus Erich Bergau, Werner R\u00f6ssler und Hans Nowak auf der B\u00fchne. Nowak, der wohl bereits Anfang der 1930er Jahre als Mitglied und Leiter der Melody Gents Vokalgruppenerfahrung gesammelt hatte, durfte aufgrund einer Sondergenehmigung im Gegensatz zu vielen anderen so genannten \u201ehalbj\u00fcdischen\u201d Kollegen auch im nationalsozialistischen Staat k\u00fcnstlerisch aktiv sein. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass nun Hans Nowak anstelle von Olaf Meitzner und Alfred Thomas auftrat, liefert ein Programmheft zu der Revue \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d, in dem sich jeder K\u00fcnstler mit einem selbstverfassten Artikel vorstellte. Erich Bergau schrieb daf\u00fcr \u00fcber sich und Werner R\u00f6ssler: \u201eWir zwei sind eigentlich drei \u2013 d.h. mit Siegfried Schulz, unserm Dirigenten \u2013 die letzten drei der Humoresk Melodios. Die beiden anderen S\u00e4ulen geben als Angeh\u00f6rige der schweren Artillerie jetzt ganz andere T\u00f6ne von sich.\u201d Ob diese Angaben der Realit\u00e4t entsprachen, konnte bisher weder bewiesen noch widerlegt werden. In den folgenden Monaten traten die Humoresk Melodios in jedem Fall ausschlie\u00dflich in der Revue \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d auf, die Ende 1937 in Frankfurt am Main und in Dresden zu sehen war. Ab Januar 1938 folgten weitere Vorstellungen unter anderem in Stettin, Chemnitz, Hamburg und Magdeburg wieder mit Alfred Thomas und schlie\u00dflich ab November 1938 wieder mit Fried Walter. Von da an war die Gruppe erneut auch au\u00dferhalb von \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d zu h\u00f6ren, so zum Beispiel in Rundfunk- und Fernsehauftritten. Olaf Meitzner musste in dieser Zeit wohl eine schwere Krankheit auskurieren \u2013 mit dieser Begr\u00fcndung verweigerte er in einem raffinierten Schreiben vom 17. November 1938 eine Spende an das Winterhilfswerk.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines dreimonatigen Gastspiels der Revue im Berliner \u201eAdmiralspalast\u201d erreicht die Verwirrung um die Umbesetzungen der Humoresk Melodios ihren H\u00f6hepunkt: Bei einer im Januar 1939 entstandenen Schallplattenaufnahme sind die Stimmen von Werner R\u00f6ssler, Hans Nowak, Erich Bergau und Alfred Thomas zu h\u00f6ren, bei der einen Monat sp\u00e4ter gemachten Aufnahme von \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d fehlt R\u00f6ssler, es ist nur ein Terzett zu identifizieren. Auf einem Foto, das w\u00e4hrend des Engagements im \u201eAdmiralspalast\u201d Anfang 1939 entstand, ist Nowak anstelle von Olaf Meitzner zu sehen. Erst nach diesem letzten Auftritt mit \u201eSonnenschein f\u00fcr alle\u201d wird die Zusammensetzung der Gruppe wieder begr\u00fcndbar. Da Werner R\u00f6ssler sich freiwillig zum Wehrdienst gemeldet hatte, traten als Humoresk Melodios in den n\u00e4chsten Monaten Alfred Thomas (1. Tenor), Erich Bergau (2. Tenor), Olaf Meitzner (Bariton), Hans Nowak (Bass) und Fried Walter (Piano) auf. \u00dcber die Konzerte der Jahre 1939 bis 1941 sind nur sehr sp\u00e4rliche Berichte erhalten geblieben. Hervorzuheben sind Engagements im \u201eUfa-Palast\u201d in Hamburg (Juli 1939), im \u201eApollo-Variet\u00e9\u201d in D\u00fcsseldorf (September 1939), im \u201eFlora-Theater\u201d in Hamburg (Ende 1939), in \u201eBremers Konzerthaus\u201d in Magdeburg (Januar 1940) und schlie\u00dflich im Februar 1940 in der Berliner \u201eScala\u201d. Dort waren die Humoresk Melodios neben Hellmuth Kr\u00fcger, Peter Kreuder, Gloria Astor, Erik Helgar und Otto Stenzels Scala-Orchester zu sehen \u2013 hochgelobt \u00fcbrigens, wie in den erhaltenen Kritiken nachzulesen ist:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Humoresk Melodios, vier S\u00e4nger und ein Fl\u00fcgelmann, wissen ihre gut arrangierten Liedvortr\u00e4ge famos zu pointieren\u201c.<br \/>\nFritz B\u00f6hme<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\u201eVier smarte, junge M\u00e4nner, die Humoresk Melodios, singen, vom F\u00fcnften begleitet, wohllautende Lieder und entfesseln zum Schlu\u00df ein Kaffeekr\u00e4nzchen-Stimmungsbild mit obligatem Zerw\u00fcrfnis.\u201c<br \/>\nAnnalise Wiener<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Das Programm ist \u201ewieder \u201agoldrichtig\u2019 und bietet den begeisterten Zuschauern eben das, was sie im modernen Weltstadt-Variet\u00e9 suchen! Man erspare uns ein Urteil, ob Peter Piet, der wie einst Otto Reutter das meiste mit den (weit aufgerissenen) Augen macht, komischer war als das ulkige \u201aKaffeekr\u00e4nzchen\u2019 der wirklich melodi\u00f6s singenden \u201aHumoresk Melodios\u2019.\u201c<br \/>\nHeinrich Satter<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_846\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-846\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM5-1024x740.jpg\" alt=\"ca. 1940, v.l.n.r.: Fried Walter, Alfred Thomas, Erich Bergau, Olaf Meitzner und Hans Nowak\" width=\"700\" height=\"505\" class=\"size-large wp-image-846\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM5-1024x740.jpg 1024w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM5-300x217.jpg 300w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HM5.jpg 1135w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-846\" class=\"wp-caption-text\">ca. 1940, v.l.n.r.: Fried Walter, Alfred Thomas, Erich Bergau, Olaf Meitzner und Hans Nowak<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr Hans Nowak war die Luft in Deutschland inzwischen so d\u00fcnn geworden, dass er ab M\u00e4rz 1940 nicht mehr auftreten konnte oder wollte. Auch Alfred Thomas bekam Schwierigkeiten mit der Reichsmusikkammer, auch wenn er seine Homosexualit\u00e4t nie \u00f6ffentlich bekannt gegeben hatte. Entsprechende Ger\u00fcchte entkr\u00e4ftete er durch eine Scheinehe mit seiner Sandkastenfreundin Anita Amlang. Um einem Verbot oder einer Zerschlagung der Gruppe zu entgehen, beschloss das Ensemble, das nun ohne Nowak als Gesangstrio mit Klavierbegleitung auftrat, sich freiwillig zur Truppenbetreuung zu melden und die Bezeichnung humoresk aus seinem Namen zu streichen. In den folgenden Jahren sind alle Auftritte der Melodios vom Krieg gepr\u00e4gt, so sangen sie auf Veranstaltungen der K.d.F. vor R\u00fcstungsarbeitern, vor Soldaten in verschiedenen \u201eWestwalllagern\u201d oder beim Roten Kreuz. Fried Walter, der sich inzwischen als Opernkomponist einen Namen gemacht hat, ist hin und wieder mit von der Partie, wenn auch \u201emehr den Jungens zu Liebe\u201c, wie er 1942 in seinem Tagebuch notiert: \u201eIch beteilige mich wieder mit den \u201aMelodios\u2019 an verschiedenen Veranstaltungen, immer mit der Angst, man k\u00f6nnte aufmerksam darauf werden, da\u00df der ungenannte Pianist der Komponist Fried Walter ist. Da ich 7 Jahre im Cabaret und Variet\u00e9 mein Geld verdienen mu\u00dfte, finde ich nichts dabei, aber die Welt, die das erf\u00e4hrt, kann es dem Komponisten doch sehr ver\u00fcbeln und nachteilig auslegen. Aber wie gesagt, ich tue es den Jungens zu Gefallen, denn trotz alledem, ist diese Begleitung ein Kunstst\u00fcck f\u00fcr sich. Proben brauchen wir nicht, die St\u00fccke sitzen von fr\u00fcher her wie im Schlaf. Au\u00dferdem waren die Einnahmen gar nicht zu verachten; die Gagen sind w\u00e4hrend des Krieges enorm in die H\u00f6he gegangen\u201c. Walter rechnet vor, dass er durch die Melodios-Auftritte zwischen Januar und Mai 1942 \u201enebenbei\u201c fast 1.500 Reichsmark verdient hat. Es folgen vereinzelt weitere Vorstellungen, etwa bei einer Rundfunksendung mit Heinz Goedecke und Barnabas von Geczy in einem Berliner Lazarett. Einige wenige Auftritte und Plattenaufnahmen f\u00fcr Tempo konnten noch absolviert werden, ehe das Vokalensemble kriegsbedingt seine Auftritte einstellen musste. Zum letzten Mal traten die Humoresk Melodios am 5. Juni 1943 in N\u00fcrnberg auf.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-1-150x150.jpg\" alt=\"HMLabel 1\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-847\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-1-330x330.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2-150x150.jpg\" alt=\"HMLabel 2\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-848\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2-330x330.jpg 330w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-2.jpg 614w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-3-150x150.jpg\" alt=\"HMLabel 3\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-849\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-3-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-3-330x330.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-4-150x150.jpg\" alt=\"HMLabel 4\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-850\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-4-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-4-330x330.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-5-150x150.jpg\" alt=\"HMLabel 5\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-851\" srcset=\"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-5-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/wp-content\/uploads\/HMLabel-5-330x330.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr align=\"center\" size=\"2\" width=\"100%\">\n&nbsp;<br \/>\n<em>Der Text basiert auf meinem Artikel, der im Winter 2006 im Magazin \u201eFox auf 78\u201c erschienen ist. Mein Dank f\u00fcr die gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung bei den Recherchen gilt Dr. Gerd Ahlers, Elfriede Bergau, Horst Bergmeier, Hans Buchholz, Dieter Doege, Eva Imlau (\u2020), Claus Janzen, Jutta Lamprecht, Karsten Lehl, Wolfgang Leuschner (\u2020), Dr. Rainer Lotz, Theo Niemeyer, Karl-Heinz Nowak, Fred Ritter und Hans-Joachim Schr\u00f6er. Herausgestellt sei ausdr\u00fccklich Heinrich Vogel, der mit den Tageb\u00fcchern Fried Walters unsch\u00e4tzbare Zeitdokumente zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Der Beitrag soll Olaf Meitzner (1913-2004) in dankbarer Erinnerung gewidmet sein.<\/em><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(Dieser Artikel ist urspr\u00fcnglich im Rahmen der Internetpr\u00e4senz <a href=\"http:\/\/grammophon-platten.de\/page.php?362\" title=\"Die Humoresk Melodios\" target=\"_blank\"><strong>Grammophon-Platten.de<\/strong><\/a> erschienen.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Josef Westner &nbsp; F\u00fcnf Jungens in hellen Anz\u00fcgen &nbsp; Der S\u00e4nger und Musikwissenschaftler Karsten Lehl schrieb 2007 in einem Programmheft der Gesangsgruppe ensemble six: \u201eMehr noch als die Jazz-&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":42,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-840","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=840"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":852,"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/840\/revisions\/852"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/42"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.comedian-harmonists.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}